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Wunstorf VHS: Ergebnisse werden bis Ostern erwartet
Umland Wunstorf VHS: Ergebnisse werden bis Ostern erwartet
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00:16 15.12.2018
Die Geschäftsführerin der VHS Hannover-Land Martina Behne berichtet in der Verbandsversammlung, daneben der Vorsitzende Günther Barthel aus Garbsen. Quelle: Sven Sokoll
Luthe

Die Umbruchsituation der Volkshochschule Hannover-Land hat am Dienstag bei der Verbandsversammlung in der Luther Geschäftsstelle des Zweckverbands im Mittelpunkt gestanden. Nach eine Forderung der Region, den Bereich Berufliche Bildung abzugeben, untersuchen Unternehmensberater von Pricewaterhouse-Coopers die Folgen davon und Optimierungspotenziale in der VHS insgesamt. „Es befindet sich derzeit mächtig im Fluss, soll aber bis Ostern konkrete Lösungen geben“, sagte der Vorsitzende der Versammlung, der Garbsener Günther Barthel.

Ein großes Sorgenkind ist weiterhin die Finanzlage der Einrichtung. Die Umlage von den fünf Trägerkommunen Wunstorf, Neustadt, Garbsen, Burgwedel und Wedemark ist schon rückwirkend zum Beginn dieses Jahres von von 4,87 auf 5,95 Euro pro Einwohner angehoben wurden, darüber hinaus gibt es weitere Zahlungen aus den Städten und Gemeinden. „Derzeit ist unsere Liquidität wieder ein wenig besser, aber die Lage ist weiter angespannt“, sagte Geschäftsführerin Martina Behne. Zu diskutieren ist auch noch, ob noch weitere Zuschüsse der Träger notwendig werden, um den bestehenden Investitionsstau abbauen zu können.

Während die Zukunft der beruflichen Bildung insgesamt noch ungewiss bleibt, muss über einzelne Maßnahmen aus diesem Sektor jetzt schon entschieden werden. „Unseren Partnern bei Jobcenter und Arbeitsagentur gegenüber müssen wir uns dazu verhalten, wie wir weiter verfahren wollen.“ Sie gab der Versammlung einen Überblick darüber, welche Programme in nächster Zeit auslaufen und wie die VHS sich dazu stellen will. „Die Wirtschaftlichkeit ist dazu ein entscheidendes Kriterium“, sagte Behne. Wo das Personal vorhanden ist, macht es keinen Sinn, auf Einnahmen durch die Entgelte zu verzichten. „Sonst würde der Fehlbetrag für die berufliche Bildung noch weiter wachsen.“

Die Geschäftsführerin berichtete davon, dass die schwierige Situation bei den Mitarbeitern derzeit für eine große Verunsicherung sorgt. Ein Indiz dafür ist für sie der recht hohe Krankenstand. Sie hat begrüßt, dass bei einer Personalversammlung auch Vertreter der Trägerkommunen dabei waren und aus erster Hand über ihre Ziele berichtet haben. In dem laufenden Prozess spielen Fragen der internen Organisation ebenfalls eine Rolle. „Uns fehlt bisher auch ein Controlling-System. Dazu wurde uns eine Kosten- und Leistungsrechnung empfohlen.“

Auch die Geschäftsstellen sind inspiziert worden. In Neustadt musste die VHS sich etwas einschränken, weil die Stadtbibliothek mit ins Freizeitheim Leinepark gezogen ist. Dafür laufen jetzt Planungsgespräche für den geplanten Neubau am Schloss Landestrost. Arbeiten will die Volkshochschule auch daran, dass Kunden sie telefonisch besser erreichen können. Bisher geben die Telefonanlagen noch nicht her, alle Wünsche wie Umleitungen und Anrufbeantworter zu realisieren. Behne wünscht sich, auch an den Computern bald ein anderes Verwaltungsprogramm mit mehr Möglichkeiten nutzen zu können.

Auch das optische Erscheinungsbild im Marketing hat sich geändert. Das wird auch beim neuen Programmheft zu sehen sein, das ab Anfang Januar verteilt werden soll. Behne kündigte aber auch an, dass die VHS erstmals auch im Sommer ein umfangreicheres Programm anbieten will, der bisher weitgehend eine Pause war.

Eine stärkere Resonanz wünscht sich die Geschäftsführerin bei Firmen, wie sie berichtete: „Wir haben schöne Angebote für die Arbeitswelt, aber sie werden von Unternehmern überhaupt nicht wahrgenommen. Da brauchen wir noch einen längeren Atem.“

Von Sven Sokoll

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