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Wunstorf Infoabend für Flüchtlinge kommt gut an
Umland Wunstorf Infoabend für Flüchtlinge kommt gut an
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00:19 22.02.2019
Sie stellen Ausbildungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen in Wunstorf vor: Ludmilla Kurzow (von links, Jobcenter Region Hannover), Sami Aiyoubi (AK Asyl), Fred Luszick (Handwerkskammer), Carolin Brückner (Jobcenter Wunstorf), Hans-Jürgen Heider, Gerlinde Freyberg und Birgit Mares, alle Arbeitskreis Asyl und Integration sowie Hagen Pöplow, Jobcenter Region Hannover. Quelle: Christiane Wortmann
Wunstorf

Das Interesse war groß, der Gemeindesaal der St. Bonifatius-Kirche am Montagabend voll. Zu einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema „Sprache, Berufsorientierung, Ausbildung & Studium“ hatten der Arbeitskreis Asyl und Integration und das Jobcenter Wunstorf 119 geflüchtete Menschen aus Wunstorf und Neustadt eingeladen. Viele der Angeschriebenen waren gekommen, um sich vor Ort vor allem über die Möglichkeiten einer Berufsausbildung und Fördermöglichkeiten zu informieren. Als Ansprechpartner vom Jobcenter der Region kamen Hagen Pöplow und Ludmilla Kurzow, von der Handwerkskammer Projektleiter Fred Luszick nach Wunstorf.

Carolin Brückner, Teamleiterin Markt und Integration beim Jobcenter Wunstorf, erläutert die Ausbildungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen. Quelle: Christiane Wortmann

„Was kann ich als Geflüchteter machen, um meine Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern?“ lautet die Frage, die sich als roter Faden durch den Abend zog. Es gebe in Deutschland jede Menge offene Ausbildungsplätze, sagte Carolin Brückner vom Jobcenter Wunstorf. Sie appellierte an die Zuhörer: „Fangen sie an, sich mit den Möglichkeiten einer Berufsausbildung zu beschäftigen. Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Ausbildungsberufen. Und nicht immer brauchen Bewerber dafür einen qualifizierten Schulabschluss“. Auch Hans-Jürgen Heider, Mitglied im Arbeitskreis, warb für diesen Weg: „Wir werden in den nächsten Jahren einen großen Bedarf an Fachkräften haben, weil die geburtenstarken Jahrgänge dann in den Ruhestand gehen.“.

Ludmilla Kurzow vom Jobcenter Hannover erläutert unterschiedliche Sprachmodule. Quelle: Christiane Wortmann

Ludmilla Kurzow wies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit guter Sprachkenntnisse hin. Sprache sei ein wichtiger Punkt bei der Berufsorientierung. Deutschland biete geflüchteten Menschen sehr viele Sprachmodule und Qualifizierungen an. Das gebe es in keinem anderen Land, betonte sie. Kollege Hagen Pöplow machte unter anderem auf Suchmedien wie die Berufe-Entdecker-App aufmerksam. Dieses Selbsterkundungsmodul könne sogar auf die Heimatsprache eingestellt werden, sagte er. Fred Luszick klärte über Ausbildungswege im Handwerk auf und betonte: „Wir wollen die Lehrlinge beraten und langjährig begleiten.“

Am Ende der zweistündigen Veranstaltung war vieles geklärt, einiges noch offen. „Wir haben gemerkt, dass der Aufklärungsbedarf groß ist. Ich musste anschließend noch viele individuelle Fragen beantworten. Wir werden darum weitere Informationsabende planen“, versprach Carolin Brückner. Die nächste Veranstaltung vom Arbeitskreis Asyl und Integration hingegen steht schon fest: Am Mittwoch, 6. März, laden dessen Mitglieder wieder für 18 Uhr ins Gemeindehaus ein. Dann sind auch Vertreter der Industrie- und Handelskammer vor Ort.

Von Christiane Wortmann

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