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Wunstorf Sportangler entdecken weiteres Biber-Revier
Umland Wunstorf Sportangler entdecken weiteres Biber-Revier
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00:17 14.02.2019
In Wunstorf gibt es ein weiteres Biber-Revier. Im Bereich der Westaue In den Ellern, hat das Tier ganze Arbeit geleistet. SAV-Sportwart Hans-Helmut Ball hat sich die auffälligen Nagespuren näher angesehen. Quelle: Manfred Bartels
Wunstorf

In Wunstorf hat sich eine weitere Biberfamilie angesiedelt. Diese erfreuliche Nachricht vermeldete am Wochenende Naturschutzbund-Helfer Manfred Bartels. Die neuen Biber-Nagespuren hat der Experte aber nicht selbst entdeckt. Hans-Helmut Ball, Sportwart beim Sportanglerverein Wunstorf, unterrichte Bartels über seinen Fund. Dieser befindet sich an der Westaue im Bereich der Straße In den Ellern und weiter Richtung Bokeloh. „Die Struktur und Beschaffenheit der Spuren weisen darauf hin, dass sich der Nager bereits seit längerer Zeit in diesem Territorium aufhält. Damit befinden sich vor den Toren des Wunstorfers Stadtbereiches nun zwei Biber-Reviere“, teilte Bartels mit. Im Fall des neu entdeckten Bibers gibt es nicht nur eindeutige Spuren an den Bäumen, sondern auch Bildnachweise.

Bilder des Blumenauer Bibers: Dort hatte das Tier 2017 ganze Arbeit geleistet. Quelle: Manfred Bartels

Der erste Wunstorfer Biber wurde im Februar 2017 entdeckt. Das Tier hatte sein Revier an der Westaue in der Gemarkung Blumenau. „In den letzten beiden Jahren berichteten auch aufmerksame Spaziergänger häufig über Spuren dieses größten europäischen Nagetiers. Eigentlich galt der Biber seit dem Jahre 1856 in Niedersachsen als ausgestorben“, bestätigte Fischereiaufseher Bartels. Das Tier sei wegen seines hochwertigen Fells und des Fleisches stark bejagt worden, sagte der Experte. Heute gehört der Biber zu den mit am strengsten geschützten Tierarten in Deutschland. Der Nager ist Vegetarier und ernährt sich von junger Rinde von Bäumen und Sträuchern, sowie Wurzeln und Knollen. Weiden und Pappeln sind seine bevorzugte Nahrungsquelle.

Im Bereich der Gemarkung Blumenau hatte dieser Biber 2017 ganze Arbeit geleistet. Quelle: Manfred Bartels

Zuweilen sei es für die Natur hilfreich, dass der Mensch sich etwas zurücknehme und die Natur sich selbst überlasse, betonte Manfred Bartels. Er lobte das umsichtige Handeln der Verwaltung. Diese hatte 2018 veranlasst, dass der Uferbereich der Westaue im Kernstadt-Gebiet nicht gemäht wurde. „Der Biber bewirkt nämlich mit seinem Fressverhalten, dass weiteres Totholz in das Gewässer eingebracht wird. Dies führt zu einer Verbesserung der Gewässerstruktur und bewirkt eine höhere Bio-Diversität. Aus diesem Grunde ist der Biber auch bei den Anglern herzlich willkommen“, betonte er.

Von Christiane Wortmann

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