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Wunstorf Viele interessieren sich für Erhalt des Gasthauses Blumenau
Umland Wunstorf Viele interessieren sich für Erhalt des Gasthauses Blumenau
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00:19 03.03.2019
Hajo Arnds und Dagmar von Hörsten begrüßen viele Gäste in der Gaststätte „Zum Alten Fritz“ zur Informationsveranstaltung über den Erhalt des Gasthauses Blumenau. Quelle: Rita Nandy
Blumenau

Versammlungsstätte, Vereinstreffpunkt und Tante-Emma-Laden: Diese Vorschläge für eine Nutzung machten Besucher bei der Informationsveranstaltung der Initiative zur Rettung des Gasthauses Blumenau am Mittwochabend. „Wir sind heute das erste Mal da und sind 50 Leute. Das ist super“, freute sich Hajo Arnds, der sich gemeinsam mit Edelgard Arnds-Marei und Ortsbürgermeisterin Dagmar von Hörsten für den Erhalt des denkmalgeschützten Fachwerkhauses an der Manhorner Straße einsetzen möchte.

Blumenau fehlt ein Dorfgemeinschaftshaus

Einen Einblick in den desolaten Zustand des Gebäudes, das sich in Privatbesitz befindet, lieferte eine Bilderschau. „Es sieht verheerend aus“, sagte Arnds. Dennoch ließe sich aus dem Gebäude einiges machen. Die alte Scheune könnte als Veranstaltungsraum genutzt werden. „Das ist alles Fantasie“ betonte der Blumenauer. In anderen Dörfern gebe es Dorfgemeinschaftshäuser, sagte ein Besucher. „Uns fehlt sowas.“ Er könnte sich dort dann auch ein Café vorstellen und eine Anlaufstelle für Vereine. „Es soll nicht nur ein Blumenauer Ding werden“, waren sich die Ortsbürgermeisterin und Arnds einig. Die Arbeit müsse auf viele Schultern verteilt werden. Das ginge nicht ohne hauptamtliche Mitarbeiter, sagte Arnds. Aber Hauptamt sei nur möglich, wenn das Ehrenamt es stärkt. Wie es laufen könnte, darüber soll ein Besuch in Brelingen aufklären. Dort wurde ebenfalls ein altes Gasthaus zur Brelinger Mitte umgestaltet. „Wir haben vor, mit euch mit dem Bus dorthin zu fahren.“

Edelgard Arnds-Marei notiert Ideen und Fragen der Besucher. Quelle: Rita Nandy

Denkmalschutz für Projekt entscheidend

Knackpunkt bei den Überlegungen: Noch steht nicht fest, ob der Denkmalschutz für das Gebäude bestehen bleibt. Dies soll ein Gutachten klären. „Wenn der Denkmalschutz fällt, hat das Projekt kaum noch Chancen“, sagte Dagmar von Hörsten. Dann wird der Eigentümer dort seine Wohnbaupläne realisieren. Von den Besuchern hätten viele ihre E-Mail-Adresse in die Teilnehmerliste eingetragen, um über weitere Aktivitäten auf dem Laufenden gehalten zu werden, sagte sie auf Nachfrage. Nach der rund eineinhalbstündigen Versammlung seien noch eine Handvoll an Gästen geblieben, die sich engagierten wollen. Ein nächstes Treffen ist für April geplant.

Von Rita Nandy

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