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Wunstorf Jugendliche wählen ihr neues Parlament
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00:18 21.02.2019
Es geht los: Im Schulzentrum Steinhude konnten am MontagJugendliche ihre Favoriten für das Jugendparlament ihre Stimmen geben. Auch Lotte (14) ist die Wahl wichtig. Quelle: Christiane Wortmann
Steinhude

2106 Jungen und Mädchen können in dieser Woche ihre Stimme für das Wunstorfer Jugendparlament (Jupa) abgeben. Die ersten Jugendlichen gaben am Montagvormittag ihre Stimme in Steinhude ab. 40 Schüler der Hölty-Außenstelle und der Graf-Wilhelm-Realschule gingen in der Schulbibliothek an die Urne. „Im Stadtgebiet und den Ortsteilen gibt es in diesem Jahr insgesamt 2106 wahlberechtigte Jugendliche ab 13 Jahren“, sagt Marcel Kurtz vom Bürgerbüro der Stadt. Er fungiert in den nächsten Tagen als Wahlhelfer und hofft wie Sozialarbeiter Burak Özkardes auf eine starke Wahlbeteiligung.

Fungieren als Wahlhelfer: Kevin und Eike (beide 15 Jahre) haben sich dafür freiwillig gemeldet, Burak Özkardes, Mitarbeiter bei der Stadtjugendpflege, zeigt ihnen das Melderegister. Quelle: Christiane Wortmann

In Wunstorf gibt es die Jugendparlaments-Wahl seit fast 20 Jahren. Im Zwei-Jahres-Rhythmus werden neue Vertreter in das Gremiums gewählt. Wahlberechtigt sind Jugendliche aus der Kernstadt und den Ortsteilen. „Wir haben in diesem Jahr 29 Kandidaten, das ist toll. Wir hoffen, dass wir, wie bei der letzten Wahl in 2017, mindestens 800 Stimmzettel auswerten können“, sagt Kurtz. Ziel sei aber eine Wahlbeteiligung von 1000, betont er. Ausreichend Werbung für sich und die Wahl haben die Jugendlichen gemacht, das betont auch Burak Özkardes von der Stadtjugendpflege: „Wir waren seit November in den Schulen unterwegs, um für die Wahl zu werben. Die Kandidaten haben dann jetzt Flyer verteilt und Werbeplakate aufgehängt. Unterstützung haben sie dabei von ihren Klassenkameraden bekommen“, sagt er zufrieden.

Jugendliche unterstützen als Wahlhelfer

Das Wahlprozedere läuft wie bei den Erwachsenen ab: „Wir nehmen die Jugendlichen ernst. Sie müssen ihren Ausweis und die Wahlbenachrichtigungkarte mitbringen. Alle wahlberechtigten Jungen und Mädchen sind in einem Wahlregister eingetragen“, betont Marcel Kurtz. Auch Lotte (14) ist dort registriert und am Montag an die Wahlurne gegangen. Die Schülerin würde sich selbst gerne im Jupa engagieren, ist aber in ihrer Freizeit schon start eingespannt. Sie sagt: „Mir ist es generell wichtig, dass Jugendliche auch bei Projekten wie der Skate-Anlage oder dem Graffiti-Flächen mitreden können.“ Zeit investiert haben dagegen Kevin und Eike (beide 15 Jahre). Sie verbringen den Vormittag als Wahlhelfer. „Das ist mal etwas anderes“, sind sich die Schüler einig.

Gewählt wird noch bis Donnerstag, 21. Februar. Am Dienstag stehen die Wahlurnen in der Evangelischen IGS, am Mittwoch im Hölty-Gymnasium, am Donnerstag ist dann die Otto-Hahn-Realschule dran, jeweils von 9 bis 14 Uhr. Die Wahlparty beginnt danach um 17 Uhr im Laden von Kurze Wege. Im Bürgerbüro im Rathaus ist die Stimmabgabe am Dienstag und Donnerstag, jeweils 15.30 bis 17.30 Uhr möglich.

Von Christiane Wortmann

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