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Wunstorf Schüler informieren sich auf Berufsmesse
Umland Wunstorf Schüler informieren sich auf Berufsmesse
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15:44 13.09.2018
Bei der Berufsmesse an der Otto-Hahn-Schule darf vieles ausprobiert werden. Emirhan (14, links) schraubt mit Hilfe von Philipp Göhring, der eine Ausbildung zum Zimmerer macht, ein Teil eines überdimensionalen Fußballs aus Holz an. Quelle: Rita Nandy
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Wunstorf

Mit praktischen Aufgaben, kleinen Geschenken und vielen Informationen warben Unternehmer bei der Berufsmesse in der Otto-Hahn-Schule um Nachwuchskräfte. Die Organisation der 9. Auflage hatte mit Berufseinstiegsbegleiterin Simone Mehlhorn die Schule wieder selbst übernommen. Am Donnerstag kamen dabei zum ersten Mal auch Schulscouts zum Einsatz. „Ich habe die Leute von den Firmen zu ihren Plätzen geführt“, erzählt Luca. „Und Kaffee gekocht.“ Auch Schülern war der Zehntklässler bei der Suche nach den Betrieben behilflich. Mittags konnte er mit Ausbildern und Auszubildenden selbst ins Gespräch kommen. „Ich habe noch keinen Ausbildungsplatz.“ Sein Traum wäre, bei der Berufsfeuerwehr zu arbeiten. Derzeit ist er in der Jugendfeuerwehr Schloß Ricklingen aktiv.

Neunt- und Zehntklässler der Otto-Hahn-Schule konnten bei der Berufsmesse mit Ausbildern und Auszubildenden ins Gespräch kommen. Quelle: Rita Nandy

Svenja Freytag hat ihren Wunschberuf bereits gefunden. Sie macht eine Ausbildung zur Fluggerätemechanikerin auf dem Fliegerhorst und ist damit im zweiten Lehrjahr eine von vier Frauen. „Wir dürfen viel selber machen“, nennt die Neustädterin als Vorzug ihrer Ausbildung. Für sie stand fest, dass sie nach der Schule etwas Handwerkliches machen wollte. Daran hat auch der Neuntklässler Philip Spaß, der am Tisch der Ausbildungswerkstatt des Fliegerhorstes einen Hubschrauber zusammensetzt. Mit welchen Materialien die Nachwuchskräfte im ersten Ausbildungsjahr arbeiten, zeigte Ausbilder Frank Witt. „Ihr könnt alles anfassen“, fordert er die Schüler auf. 120 Praktikumsplätze biete der Fliegerhorst an. Interessenten sollten sich mindestens ein halbes Jahr vorher bewerben.

Ausbilder Frank Witt zeigt Marvin (15, links) und Stefan (15), mit welche Aufgaben Auszubildende im ersten Lehrjahr erledigen. Quelle: Rita Nandy

An seinen Weg ins Berufsleben erinnert sich der Erste Stadtrat Carsten Piellusch noch genau. „Ich bin selbst Absolvent der Otto-Hahn-Schule“, erzählt er bei der Begrüßung der Aussteller. Damals wurde an der Schule das Fach Arbeit und Wirtschaft unterrichtet. „Wir haben auch ein Berufspraktikum gemacht. Danach wusste ich nur, was ich nicht machen wollte.“ Auch dem Ratschlag des Arbeitsamtes, Gärtner zu werden, sei er nicht gefolgt. Piellusch hatte angegeben, er möge frische Luft. „Für die Schüler wünsche ich mir, dass sie ihren eigenen Weg finden.“ Von der Berufsmesse solle die Botschaft ausgehen: „Ihr werdet gebraucht.“

Wie dringend, zeigt sich auch am Interesse der Unternehmen an der Berufsmesse. „Conti und VW sind eigenständig auf uns zugekommen“, sagt Schulleiterin Helga Radtke. Zwölf Klassen der neunten und zehnten Jahrgänge des Haupt- und Realschulzweiges informierten sich an rund 30 Ständen über Ausbildungsmöglichkeiten oder suchten Praktikumsplätze. Sechs Stationen durfte jeder Schüler durchlaufen. „Die Schüler haben hier super Möglichkeiten“, sagt Lehrer Erik Schmidt. Anders als auf anderen Messen gebe es bei dieser viele Gelegenheiten zum Ausprobieren. Und das Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten sei in diesem Jahr deutlich interessanter als im Jahr zuvor, meint er. Die Schule hat in diesem Jahr die Messe erstmals wieder selbst organisiert, zuvor hatte das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) es jahrelang übernommen.

Von Rita Nandy

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