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Voll unter Strom

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10:53 16.07.2019
Unzulänglich: In vielen Häusern gibt es zu wenig Steckdosen. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen lösen das Problem nicht. Quelle: Franziska Gabbert/dpa-mag
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Durchschnittlich sind 5,4 Steckdosen in einem deutschen Wohnzimmer installiert. Das ist zu wenig, um alle Geräte anzuschließen, die die meisten Menschen heutzutage benutzen. Aber wie viel ist ausreichend – gerade mit Blick auf heutige Um- und Neubauten? Wie viele Steckdosen und Stromkreise sollte man einplanen?
Für Bernd Dechert vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke steht die Bestandsanalyse an erster Stelle. „Dazu müssen die heutigen und künftigen Bedürfnisse der Bewohner genau erfasst werden.“ Was man durchspielen sollte: Mit der Entwicklung zum Smart Home wird der Bedarf an Steckdosen, Schaltern und Stromkreisen wohl noch steigen. Decherts Tipp lautet daher auch: „Wer ganz sichergehen will, kann Leerrohre einplanen, in die sich später unkompliziert weitere Kabel verlegen lassen.“
Es gibt verbindliche technische Vorgaben für neue Elektroinstallationen. Die Mindestausstattung eines Hauses ist in den Normen DIN 18015-2 und -4 beschrieben. „Die Richtlinie RAL-RG 678 enthält darüber hinausgehende Festlegungen für Standardausstattung und Komfortausstattung“, so Dechert. Sie sind  eine gute Planungshilfe für Bauherren, die ihren Bauplan überprüfen wollen. Oder für Sanierer, die sich orientieren wollen, wie viel mehr Steckdosen und Stromkreise sie benötigen. Und auch Beleuchtungs- und Kommunikationsanschlüsse werden aufgelistet.
Festgehalten sind verschiedene Ausstattungswerte – 1, 2 oder 3. Zum Beispiel für die Küche sieht die Mindestausstattung der Stufe 1 fünf allgemeine Steckdosen sowie diverse andere Anschlüsse vor. Für Stufe 3, die Komfortausstattung, sind es unter anderem zwölf allgemeine Steckdosen.
Außerdem sollte ein Überspannungsschutz vorgesehen werden. Dieser ist im privaten Wohnungsbau inzwischen Pflicht.

dpa/tmn