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Patientenverfügung beim Hausarzt hinterlegen

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Doppelt sichergehen: Eine Kopie der Patientenverfügung sollte bei einer Vertrauensperson oder einem Angehörigen aufbewahrt werden. Quelle: iStockphoto.com/Corinna71

Eine Patientenverfügung muss absolut eindeutige Formulierungen enthalten und konkret auf einzelne medizinische Behandlungen sowie bestimmte Krankheiten eingehen. Sie ist für Ärzte juristisch bindend. Die Patientenverfügung muss aber auch vorliegen, damit die Ärzte im Sinne des Patienten entscheiden und handeln können. „Deshalb ist es sinnvoll, eine Kopie der Verfügung beim Hausarzt zu hinterlegen“, erklärt Thomas Spieker, Sprecher der Ärztekammer Niedersachsen.
Und eine Karte mit dem Hinweis auf eine Patientenverfügung und den Hausarzt sollte  ins Portemonnaie oder die Brieftasche gesteckt werden. Dann ist klar, dass ein solches Dokument existiert, wer der Arzt des Vertrauens ist und wo die Patientenverfügung eingesehen werden kann. Diese Karte sollte man immer bei sich tragen – falls man als Notfall in ein Krankenhaus eingeliefert wird.
„Eine weitere Kopie der Patientenverfügung sollte eine Vertrauensperson erhalten“, sagt Spieker. Jeder sollte darauf achten, dass das Original der Verfügung gut zugänglich zu Hause aufbewahrt wird, da dieses im Bedarfsfall vorgelegt werden muss.
Die Ärztekammer Niedersachsen bietet Informationen zur Patientenverfügung sowie ein Formular auf der Website der Hannoverschen Ärzte-Verlags-Union unter www.haeverlag.de/patienten. Dort sind auch zwei heraustrennbare Karten enthalten, auf denen Name und Adresse eingetragen sowie die Adresse des Arztes aufgestempelt werden kann.
„Sinnvoll wäre es, diese Informationen auf der elektronischen Gesundheitskarte zu hinterlegen, wie es das Bundesministerium für Gesundheit für die Zukunft plant“, sagt Spieker. Künftig seien mit den Notfalldaten auf der Gesundheitskarte alle wichtigen Informationen gespeichert, sofern der Versicherte dies wünscht. Auch die Adresse eines im Notfall zu benachrichtigenden Angehörigen kann auf Wunsch dort hinterlegt werden. Diese Daten können von Ärzten oder Notfallsanitätern dann auch ohne PIN-Eingabe der Patienten ausgelesen werden.