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Spielzeit Juni 2019 Irdisches Begehren
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12:16 25.04.2019

Mit Claudio Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ kehrt die Staatsoper am 7. Juni zu den Anfängen der Operngeschichte zurück. Das 1642 entstandene Werk schrieb Monteverdi für das Teatro SS. Giovanni e Paolo in Venedig, eines der ersten öffentlichen Musiktheater. Ein bürgerliches Publikum interessierte sich nicht mehr für mythologische Gestalten, in denen sich die jeweiligen Herrscher glorifizierten. Es wollte Menschen aus Fleisch und Blut und deren Leidenschaften sehen.
Die Geschichte um den römischen Kaiser Nero, der – obschon noch mit Ottavia vermählt – sich unsterblich in die ebenso schöne wie ehrgeizige Poppea verliebt hat und dabei skrupellos alle Widerstände aus dem Weg räumt, ist die Apotheose einer Liebe, für die moralische Prinzipien keine Gültigkeit mehr haben. Zwischen Tragik und Komik, zwischen Emotion und Zynismus spannt sich das Musiktheater Monteverdis, das die triebgesteuerte menschliche Natur ins Zentrum setzt. Hier geht es nicht um eine idealisierte „himmlische“ Liebe, sondern um ein irdisches Begehren, vor dessen Macht alle ethischen Grundsätze verstummen – dies alles versehen mit einer berückenden Musik, die das Innenleben der Personen in seinen feinsten Schwankungen nachvollzieht.
Ingo Kerkhof, der in den vergangenen 13 Jahren häufig an der Staatsoper Hannover gearbeitet hat,  zuletzt setzte er die Oper  „Salome“  von Richard Strauss erfolgreich in Szene,  wird das in seiner psychologischen Differenziertheit geradezu modern anmutende Werk inszenieren. Für die musikalische Leitung konnte ein ausgewiesener Spezialist für Alte Musik gewonnen werden: Howard Arman, der derzeitige Leiter des Chors des Bayerischen Rundfunks, der bereits 2014 an der Staatsoper Hannover die Neuproduktion von Jean-Philippe Rameaus „Castor und Pollux“ leitete. Mit Stella Motina (Poppea), Monika Walerowicz (Nerone), Julie-Marie Sundal (Ottone), Josy Santos (Ottavia) u. a.

Mehr dazu in der Juni-Ausgabe der „Spielzeit“, die am  Freitag, 31. Mai, erscheint.

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