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Spielzeit Juni 2019 „Wie gehen wir mit den Anderen um?“
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„Wie gehen wir mit den Anderen um?“

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11:39 05.06.2019
Laura Berman Quelle: Tim Schaarschmidt

Frau Berman, Ende August geht es los: Worauf darf sich das Publikum freuen?
Auf viele neue Gesichter, neue künstlerische Handschriften, andere Erzählweisen und neue Formate im Rahmenprogramm der Staatsoper. Auf ein neues gastronomisches Angebot und leichte Veränderungen in den Foyers. Und, hoffe ich, auf unsere neue Drehscheibe! Aber auch auf Bekanntes – manche Dinge haben wir gar nicht verändern wollen.

Das Motto der Staatsoper lautet „Koordinaten des Anderen“ – was hat das mit der Eröffnungspremiere „La Juive“  zu tun?
„La Juive“ ist in einem wichtigen politischen Moment in Frankreich entstanden – nach der Trennung von Staat und Kirche. Das Land fragte sich, ob eine Nation aus Menschen verschiedener Herkunft, verschiedener Kultur und verschiedener Religion bestehen kann? Das Stück fokussiert auf die Frage: Wie geht die Mehrheit einer Gesellschaft mit dem anderen um und muss die Minderheit sich assimilieren oder anpassen? Interessanterweise wurde das Stück in Hannover bereits ein Jahr nach der Uraufführung 1836 nachgespielt und war sehr beliebt. Bemerkenswert ist, dass es 1918 und 1930 wieder in Hannover auf den Spielplan gesetzt wurde.

Das Staatsballett startet mit „Beginning“. Was ist denn da zu erwarten?
Drei sehr unterschiedliche Körpersprachen von hervorragenden Choreografen. Da es sich um einen Abend mit drei sehr verschiedenen Stücken handelt, hat man die Chance, alle Tänzerinnen und Tänzer der neuen Compagnie von Marco Goecke kennenzulernen.

Gibt es auch zum Start eine Oper für die kleinen Besucher?
Ja – ich freue mich selbst sehr auf „König Hamed und Prinzessin Sherifa“ im Ballhof. Das ist ein sehr witziges Stück über einen König, der alle Frauen aus seinem Königreich verbannt – außer der eigenen Mutter. Ich denke, mit der jungen Regisseurin Rahel Thiel wird die Produktion sehr warmherzig und lustig sein.

Was ist Ihr persönliches Highlight im Konzertbereich?
Oh, das ist eine schwere Frage. Ich denke, wir haben für jeden etwas dabei: von großen Werken mit beeindruckendem symphonischen Klang bis hin zu Werken, die unsere Zeit in der Dramaturgie und Tonsprache reflektieren. Für diejenigen, die ihn nicht kennen, ist Hans Abrahamsen ein Geheimtipp – seine Musik ist zart und poetisch, wirklich beeindruckend. Bei den Kinderkonzerten denke ich, dass „Der Komponist ist tot“ wirklich Spaß machen wird – über die beiden anderen Klassiker brauche ich nichts zu sagen – sie sind ja einfach toll. Ehrlich gesagt, als ein alter musikalischer Allesfresser freue ich mich auf jedes Konzert!

Das Eröffnungskonzert ist am 31. August im Opernhaus.   Premiere „La Juive” am  14. September,  Ballettabend „Beginning” am 21. September, 1. Sinfoniekonzert am  22. und 23. September,  die Kinderoper „König Hamed und Prinzessin Sherifa” am  29. September im Ballhof Eins.

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