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16:09 25.04.2019
Die Artisanen: „Anne Frank – dem Vergessen auf der Spur“. Quelle: Artisanen

Die Kinder begleiten Robert Goldstein in die Schule, zu seinen Lieblingsplätzen und Geheimverstecken, sie lernen seine Freunde kennen, hören von den ersten Anfeindungen gegen den jüdischen Jungen und erfahren, was der Judenstern in der Zeit des Nationalsozialismus bedeutet.
Irgendwann sitzen Robert und sein Vater in einem Zug Richtung Konzentrationslager, aber der kleine Robert wird wie durch ein Wunder gerettet. Er überlebt bei einer Bauernfamilie in Frankreich und findet nach Jahren seinen Vater in Paris wieder. „Engel mit nur einem Flügel“ heißt das mehrfach prämierte Stück vom Theater Töfte nach einer wahren Geschichte für ein junges Publikum ab acht Jahren.
Das Spiel mit zwei Figuren und einem Schauspieler (am 7. und 8. Mai, jeweils 9.30 Uhr) bildet den Auftakt der Themenwoche „Gegen das Vergessen“, die erstmals im Figurentheaterhaus Theatrio veranstaltet wird. Auf dem Programm stehen drei Produktionen,  die an die Diskriminierung und Verfolgung von Menschen jüdischen Glaubens im Nazi-Deutschland erinnern. Die Stücke „Anne Frank“ und die Performance mit  dem Duo Tayvl Mayner richten sich an Erwachsene.
„Kein Kind wird antisemitisch geboren. Deshalb ist es uns sehr wichtig, schon Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter zu erreichen“, betont der Chef des Figurentheaterhauses James McDowell.
„Auch ein Figurentheater kann vor Antisemitismus warnen. Und das wollen wir tun.“ Vor dem Hintergrund des aktuellen gesellschaftlichen Klimas möchte McDowell mit der Themenwoche ein Zeichen setzen. Unterstützung bekommt er  vom Vorsitzenden des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst, der Verband beteiligt sich auch finanziell, die Leiterin der Gedenkstätte Ahlem, Stefanie Burmeister, bemüht sich um  Kontakte mit den Partnerschulen.
„Wir freuen uns aber auch, dass wir interessante Inszenierungen für Jugendliche und Erwachsene zu diesem wichtigen Thema  zeigen können, damit es nicht in Vergessenheit gerät.“ Das Ensemble Tayvl Mayner begibt sich am 10. Mai, 20 Uhr, mit Puppen, Schattenspiel und Livemusik in die Welt jüdischer Sagen und jiddischer Musik. Am 11. Mai, 20 Uhr, sind die  Artisanen mit ihrem aktuellen Stück „Anne Frank – dem Vergessen auf der Spur“ bei Theatrio zu Gast. Ein dokumentarisch biografisches Theater mit Puppen und Objekten, das Anfang des Jahres in Berlin Premiere feierte. Zunächst hat Anne die gleichen Probleme wie andere Jugendliche in ihrem Alter auch: Erwachsenwerden, erste Liebe, die Suche nach dem eigenen Ich. Doch dann wendet sich das Schicksal, Anne wird zum Flüchtling, am Ende verliert sie ihr Leben. Nur ihr Tagebuch hat überlebt. Ausgrenzung und Unterdrückung gehören auch heute zu  den zentralen Problemen.  Auch daran will die Inszenierung, eine Kooperation mit der Schaubühne Berlin und dem Anne Frank Zentrum, anknüpfen.  Dz

Vom 7. bis 11. Mai im Figurentheaterhaus Theatrio. Karten unter
(05 11) 8 99 59 40.

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