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Alte und neue Bilder vom Körper

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10:39 31.01.2020
„Who‘s afraid of the big bad Wolf“, „Golem Raw Mass“ und „Cherchez la Femme“ Quelle: Tiago Manquinho, Esklan-AF, Klaus Handner
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Im Zentrum stehen Menschen, die sonst oft an den Rand gedrängt werden: Menschen mit körperlichen Gebrechen oder seelischen Nöten, mit Ängsten und Selbstzweifeln. „Die TanzOFFensive 2020 dreht sich um das Menschsein in unterschiedlichen Dimensionen – als künstliches Geschöpf wie der Golem in der jüdischen Mystik oder auch als Mensch mit Behinderungen oder Anomalien. Es geht um unterschiedliche Körperbilder“, betont Dramaturg Peter Piontek von Commedia Futura, dem Kooperationspartner des Tanzfestivals, das zum 4. Mal in der Eisfabrik zu sehen ist. An zehn Abenden werden sieben verschiedene Produktionen gezeigt, die teils in Zusammenarbeit mit Commedia Futura entstanden oder von ihr in Auftrag gegeben worden sind. Zum Auftakt am 7. Februar zeigt die italienische Esklan Arts Factory die Uraufführung „Golem Raw Mass“, eine Koproduktion mit der Eisfabrik, die Zusammenarbeit soll künftig intensiviert werden. In der aktuellen Produktion greift die Choreografin Erika Silgoner auf die jüdische Legende vom „Golem“ zurück, einem aus Lehm geformten menschenähnlichen Wesen ohne Sprache und ohne Seele. Mit Bildern und Narrativen vom weiblichen Körper beschäftigt sich die Cooperativa Maura Morales in „Cherchez la Femme“.

Das Solo „Schiele“ des ungarischen Choreografen Ferenc Fehér ist eine Auftragsarbeit der Eisfabrik und wird im Rahmen des Festivals uraufgeführt. Diese Studie, die sich mit Leben und Werk Egon Schieles auseinandersetzt, ist Teil des „Triple Bill Abends“ mit unterschiedlichen Soloproduktionen.

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Mit „Panoptikum“ haben Lenka Vagnerová & Company Menschen mit Missbildungen im Blick, die früher in so genannten Freak-Shows ausgestellt wurden – damals oft die einzige Zuflucht für die Betroffenen. Das Ensemble folgt ihren Spuren und fragt, was mit ihnen geschah, als sich das „Geschäft“ mit ihnen nicht mehr rentierte.

Um Fake News und neue Märchen  geht es Tiago Manquinho in seinem Stück „Who’s afraid of the big bad Wolf“, einer Koproduktion des LOT-Theaters Braunschweig mit der Eisfabrik. Erstmals schließt sich dem Festival die NEO:TanzOFFensive an. Die Junge Tanzwoche, die vom 16. bis 21 März in der Eisfabrik veranstaltet wird, richtet sich ausdrücklich an Kinder und Jugendliche. Für sie gibt es unterschiedliche Formate: Choreografien und Performances, Filme, Tanz im Klassenraum, Workshops und Diskussionen. Piontek ist begeistert von der neuen Veranstaltungsreihe: „Tanz kennt keine Sprachbarrieren. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr ein Festival eigens für junge Leute realisieren können. Wichtig ist uns dabei auch die Zusammenarbeit mit den Schulen – und die Arbeit hier vor Ort im Stadtteil.“   

Dz

Infos und Karten unter www.freies-theater-hannover.de

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