Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Spielzeit Auf Spurensuche
Anzeigen & Märkte Themenwelten Spielzeit

Auf Spurensuche

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Auf musikalischer Spurensuche mit Sunnyboy Dladla, der seit dieser Saison Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover ist, und Nihan Devecioglu, die nach ihrer klassischen Gesangsausbildung eine eigene Stimmpraxis entwickelt hat. Quelle: Ralf Mohr, Laura Soriano

Hinter nicht wenigen musikalischen Karrieren stehen ungewöhnliche Geschichten: Lebenswege, in denen sich das Naheliegende mit dem Abseitigen zur glücklichen Fügung verbindet. Bereits zum zweiten Mal – nach dem erfolgreichen Einstand im Oktober mit vier Gästen aus Hannover und Umgebung sowie der argentinischen Opernensemblesängerin Mercedes Arcuri – gehen die „Voice Stories“ diesen Spuren nach und bringen Mitglieder des Staatsopernensembles und Musikerinnen und Musiker der freien Szene über die Musik(en) ihres Lebens miteinander ins Gespräch. Im Januar sind es Nihan Devecioğlu und Sunnyboy Dladla, die von ihren Einflüssen und Wegmarken erzählen und singen.
Nihan Devecioğlu stammt aus Istanbul, ist in München aufgewachsen, hat später in Salzburg studiert und lebt inzwischen in Barcelona. Mit Experten der alten Musik hat sie zuletzt das Album „Nostalgia“ eingespielt – eine Reise rund ums Mittelmeer und durch die Jahrhunderte, wo sich Renaissance-Improvisationen über einer sich stetig wiederholenden Basslinie (man könnte es Loop nennen, damals hieß es Passacaglia) mit türkischen und spanischen Volksliedern abwechseln.
Der aus Südafrika stammende Sunnyboy Dladla wiederum hat sich in der kurzen Zeit, die er Mitglied des Opernensembles in Hannover ist, mit so unterschiedlichen Rollen wie dem Grafen Almaviva in Rossinis „Barbier von Sevilla“ und als transsexuelle T. in „Trionfo. Vier letzte Nächte“ in die Herzen des Publikums gespielt. Der klassische Gesang spielt in beiden Karrieren eine zentrale Rolle, doch ist sie nur eine Station von mehreren; andere musikalische Traditionen und Stile sind ebenso in ihre Lebensläufe eingeschrieben. Die „Voice Stories“ folgen so der Kernthese der Stimmen-Reihe, nach der Singen ein Grundbedürfnis des Menschen ist, sich aber in verschiedensten Stilen und Gattungen ausdrücken kann, die gleichwertig für die Kraft des Gesangs stehen.

Martin Mutschler

Weitere Informationen

Da das Konzert nicht wie geplant mit Publikum im Ballhof stattfinden kann, wird es als Podcast aufgezeichnet und ab 21. Januar auf staatsoper-hannover.de/stimmen und in der Mediathek zur Verfügung stehen.

Bunte Geschichten:
Der City of Music Talk

Hannover ist eine Stadt voller Musik – und die Mitglieder der Musikszene haben viele Geschichten zu erzählen! Im neuen City of Music Talk stehen die Personen im Mittelpunkt, die zu Hannovers musikalischem Reichtum beitragen. In entspannten Gesprächen wird diese bunte Vielfalt nun vorgestellt: Das Publikum kann die Akteurinnen und Akteure hautnah erleben und kennenlernen. Die Musikerinnen und Musiker vor Ort sind auch international gut vernetzt.
Die gemeinsame Veranstaltungsreihe des MusikZentrums Hannover, der Staatsoper Hannover und der UNESCO City of Music des Kulturbüros der Landeshauptstadt Niedersachsens startet 2021. Wegen der Corona-Vorschriften werden die ersten Folgen als Podcast zu hören sein. Los geht es mit Friederike Ankele, Geschäftsführerin des Musiklandes Niedersachsen.  

Weitere Informationen

Die erste Folge finden Sie bald in der Mediathek der Staatsoper auf staatstheater-hannover.de.
Weitere Informationen auf staatsoper-­hannover.de oder musikzentrum-­hannover.de.

Spielzeit Januar 2021 - Konzert - Durchs offene Fenster
Spielzeit Januar 2021 - Oper - Opern-Ticker