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Auf ein Wort

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Generalmusikdirektor Stephan Zilias Quelle: Thilo Beu
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Für „Carmen“ haben Sie selbst den Komponisten Marius Felix Lange ins Spiel gebracht. Warum ist er der Richtige für diese Art von Neubearbeitung?
Mir war schnell klar, dass wir einen Komponisten mit Theatererfahrung brauchen – und Marius Felix Lange kennt die Gesetze von Oper und Musiktheater.
Außerdem schafft er es, dem Orchester ganz bezaubernde Klänge zu entlocken – das macht mich als
Dirigenten natürlich glücklich!

Welche Herausforderungen bietet eine Neubearbeitung – wo liegt aber auch ihr Potenzial?
An ein Schlachtross wie „Carmen“ traut man sich nicht ohne Weiteres heran. Marius hat enormen Respekt vor dem Stück, er geht nicht fahrlässig mit einem solchen Original um. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass das Orchester noch nicht einmal halb so groß sein kann wie bei Bizet, müssen wir davon ausgehen, dass insgesamt ein ziselierterer Klang entsteht. Der Komponist nimmt aber auch Instrumente mit rein, die es im Original nicht gibt – viel mehr Schlagzeug und tiefe Instrumente wie Tuba, Bassklarinette, Kontrafagott. Man kleidet das Stück in andere Kleider und es wird neu sichtbar.

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Wie wird das Niedersächsische Staatsorchester klingen?
Das Publikum darf sich doppelt freuen – das Bizet’sche Erbe wird erhalten bleiben und es gibt mehr Möglichkeiten für die Musikerinnen und Musiker des Orchesters, sich solistisch zu präsentieren. Daneben gilt natürlich: Es wird toll klingen wie immer!