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Spielzeit „Auferstehn, ja auferstehn“
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„Auferstehn, ja auferstehn“

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16:38 29.05.2019
Ivan Repušić dirigiert Mahlers 2. Sinfonie beim letzten Sinfoniekonzert der Saison.

7. SINFONIEKONZERT

Gustav Mahler Sinfonie  Nr. 2 c-Moll „Auferstehung“ (1888/1893–94)
Solistinnen Dorothea Maria Marx (Sopran), Julie-Marie Sundal (Alt)
Chor und Extrachor der Staatsoper Hannover  (Einstudierung: Lorenzo  Da Rio)
Niedersächsisches Staats- orchester Hannover
Dirigent Ivan Repušić

Sonntag, 16. Juni, 17 Uhr
Montag, 17. Juni, 19.30 Uhr
Einführungen mit Ivan  Repušić  jeweils 45 Minuten vor dem Konzert

Mit dem 7. Sinfoniekonzert verabschiedet sich Ivan Repušić nach drei Jahren als Generalmusikdirektor vom Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und vom hannoverschen Konzertpublikum. Hatte er sich mit einer rauschhaften 4. Sinfonie von Tschaikowsky 2013 als 1. Kapellmeister vom Orchester verabschiedet, kehrte er mit Berlioz’ „Symphonie fantastique“ 2016 später als GMD zurück. Mit seiner Stückwahl zum Abschied vereint er die musizierenden Ensembles der Staatsoper: Bei Mahlers abendfüllender 2. Sinfonie stehen mit dem Orchester auch Chor und Extrachor der Staatsoper auf der Bühne, und mit Dorothea Maria Marx und Julie-Marie Sundal übernehmen zwei Sängerinnen des Ensembles die Solopartien.
Mahlers Zweite gehört zu den Werken, die dem Kroaten  „schon immer sehr am Herzen gelegen haben und die ich unbedingt einmal selbst dirigieren wollte“. Ihn verbindet eine lange Geschichte mit dem Werk, hat er es doch im Studium zunächst als Chorsänger in einer Aufführung mit dem Philharmonischen Orchester Zagreb unter der Leitung des bekannten kroatischen Dirigenten Milan Horvat erlebt. „Ich habe mich damals sofort in dieses Werk verliebt.“ So lag es nahe, eines seiner Lieblingsstücke ans Ende der drei Jahre zu stellen, die Repušić in Hannover als Chefdirigent gestaltet hat.
Doch außerdem, so Repušić, „bietet diese Sinfonie die Möglichkeit, dass wir uns heute selbst mit dem Stück identifizieren können, das Publikum ebenso wie die Aufführenden“. Denn Gustav Mahler griff in seiner 2. Sinfonie zu den ganz großen Themen. Programmatisch greift  er nach dem Tiefsten und Höchsten zugleich. Er spannt den Bogen von der Totenfeier für einen gestorbenen Helden bis zum hymnisch besungenen Glauben an Auferstehung und Erlösung. „Was kommt nach dem Tod?  Mit dieser Frage werden wir konfrontiert“, beschreibt es Ivan Repušić. Von Mahler selbst ist die Begebenheit bei der Trauerfeier für Hans von Bülow in der Hamburger St.-Michaelis-Kirche überliefert, wo der Klopstock-Choral „Auferstehn, ja auferstehn“ gesungen wurde und den Komponisten „wie ein Blitz“ getroffen habe.   
Mahler geht auch klanglich und dynamisch in die Extreme: mit großer Instrumentalbesetzung des fast 100-köpfigen Orchesters mit Fernorchester, mit zwei Solistinnen und Chor. Die „Auferstehungssinfonie“ bedeutete für Gustav Mahler den Durchbruch als Komponist und wurde seine zu Lebzeiten beim Publikum beliebteste  Sinfonie. Der Dirigent Bruno Walter, Zeuge der Uraufführung 1895, äußerte später: „Gewiss gab es auch Gegnerschaft. Doch war der Eindruck von der Größe und Originalität des Werkes so tief, dass man von diesem Tag an seinen Aufstieg als Komponist datieren kann.“

Swantje Köhnecke

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