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Ein Herzensanliegen

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17:34 29.08.2019
Zum Finale am 7. September: „Set of Sets“. Quelle: Alfred Mauve

Insgesamt zehn Produktionen aus neun Ländern stellt die 34. Ausgabe von Tanztheater International (TTI) vor – mit aktuellen Positionen der zeitgenössischen Tanzszene.  Nun aber mit einer deutlich aufgepolsterten Finanzdecke, die im Haushalt verlässlich verankert werden soll. Das Tanzfestival sei „ein Herzensanliegen“ der Stadt, so der Leiter des Kulturbüros Benedikt Poensgen mit Blick auf den Kulturentwicklungsplan 2030  und auf die Bewerbung Hannovers als europäische Kulturhauptstadt 2025. Und eine Wertschätzung der Arbeit und des Engagements von Festivalchefin Christiane Winter. In diesem Jahr drehen sich zahlreiche Produktionen um den Tanz und seine unterschiedlichen Ausdrucksformen, zugleich aber geht es um gesellschaftspolitische Positionen und um das Zusammenleben der Generationen.
Mit opulentem Bühnenbild stellt das belgische Theaterkollektiv Peeping Tom als Stammgast von TTI nun sein bildgewaltiges Spektakel „Kind“ am 1. September, 20 Uhr, im Schauspielhaus vor, als Abschluss der Familientrilogie nach „Vater“ und „Mutter“.  Dass auch Frauen im Großmutteralter eine coole Performance auf die Bühne bringen können, ist in der Perfomance „GO!“ der Galit Liss Company aus Israel am 3. September, 20 Uhr, in der Orangerie in Herrenhausen zu sehen.  Es gibt poetische und athletische Produktionen und eine erste Begegnung mit dem neuen Ballettdirektor am Opernhaus Marco Goecke, der am 4. September, um 19.15 und 21.30 Uhr seine Kurzproduktion „Äffi“ im Ballhof Zwei zeigt. „Ein Signaturstück“, freut sich Winter. Die beiden Vorstellungen sind Teil eines Doppelabends mit  der deutschen Erstaufführung von „The Swan and the Pimp“ des israelischen Tänzers und Choreografen Hillel Kogan um 20 Uhr im Ballhof Eins: eine kühne Mischung aus Tschaikowski und Rap. Erstmals dabei ist der katalanische Choreograf Pere Faura mit seinem Ensemble-Stück „Sweet Tyranny” und dem Solo „No Dance, No Paradise”.

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Karten unter (05 11) 16 84 12 22. Mehr zum Programm unter www.tanztheater-international.de

Auf ein Wort

mit Pere Faura

Herr Faura, in Ihrem Ensemble-Stück „Sweet Tyranny“ haben Sie verschiedene Seiten des Profitanzes im Blick. Welche sind das?
Es geht in dreierlei Hinsicht um die Machtverhältnisse im Tanzbusiness: zwischen dem Choreografen und den Tänzern, zwischen den Performern und den Zuschauern und zwischen den Künstlern und den Theaterprogramm-Machern.

Es geht aber auch um Filme aus der Disco-Ära der 70er- und 80er-Jahre. Was gefällt Ihnen daran eigentlich so gut?
Es ist mehr eine Hassliebe. Sie brachten mich dazu, mit dem Tanzen anzufangen. Aber die Freude am und die Leidenschaft für den Tanz waren Teil einer größeren Geschichte voller schrecklicher, heterozentrischer, homophober, machistischer und konsumorientierter sozialer Werte, die den superkitschigen „American way of life“ definierten und immer noch definieren.

Ihr Solo heißt „No Dance, No Paradise“. Das klingt dagegen fast wie ein Versprechen …?
Es ist eine Hommage an vier unterschiedliche Künstler, die entscheidend dazu beigetragen haben, dass ich mich in den Tanz verliebt habe. Auf eine Weise ist es das, was sie für das Paradies gehalten haben mögen, denke ich. Und indem ich sie in meinem Solo zusammenbringe, wird es dann zu dem, was mein Paradies sein könnte. Also ist es eher eine Liebeserklärung als ein Versprechen.

„Sweet Tyranny“ am 5. September, 20 Uhr, in der Orangerie
 „No Dance, No Paradise“ am 6. September, 20 Uhr, in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

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