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Ein Jahr für den Tanz

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Like Fiction
Der Abend wird Mitte März aufgezeichnet und ist zunächst im Netz zu sehen. Mehr dazu unter www.freies-theaterhannover.de. Sobald die Theater wieder öffnen dürfen, wird die Produktion analog auf der Bühne Premiere feiern. Infos auch unter www.commedia-futura.de. Quelle: Jubal Battisti

Wie soll es weitergehen, wenn allein Geist und Technologie weiterhin bestimmen, auf welche Weise wir unsere Zeit verbringen? Welche Rolle spielt eigentlich der Körper, spielen die Sinne dabei? In ihrer Produktion „The Future is like Whis-per Yelling“ erkundet die Tänzerin und Choreografin Anila Mazhari mit Mitgliedern des Ensembles Of Curious Nature, wie eine Welt voller Körper aussehen könnte, wenn es kaum noch sinnliche Erfahrungen gibt. Mit ihrem surrealen Tanzstück möchte sie das Publikum in eine imaginäre Zukunft führen. Im zweiten Teil des Abends beschäftigt sich Jessica van Rüschen, die Choreografin und langjährige Tänzerin im Ensemble von Felix Landerer, mit dem Phänomen der Ignoranz. In „The Pleasure and Pain of not Knowing my Name“ rückt sie ein typisch menschliches Verhalten in den Fokus: Wir Menschen sind neugierig und wollen möglichst viel wissen. Und doch schauen wir oft lieber nicht so genau hin, um schwierigen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. Inspirieren ließ sich van Rüschen von dem englischen Poeten und Gelehrten Thomas Gray, einem Dichter der Empfindsamkeit des 18. Jahrhunderts.

Of Curious Nature ist das gemeinsame Ensemble auf Zeit von Felix Landerer und Helge Letonia. Es tanzen Aron Nowak, Aurélie Robichon, Luigi Sardone und Felix Bossard. Musik: Christof Littmann.

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Weitere Informationen

Der Abend wird Mitte März aufgezeichnet und ist zunächst im Netz zu sehen. Mehr dazu unter www.freies-theaterhannover.de. Sobald die Theater wieder öffnen dürfen, wird die Produktion analog auf der Bühne Premiere feiern. Infos auch unter www.commedia-futura.de.

Auf ein Wort

Peter Piontek, Festival-Dramaturg Quelle: K. Fleige

mit Peter Piontek, Festival-Dramaturg

Herr Piontek, die tanzOFFensive geht in die fünfte Runde. Wegen des Lockdowns müssen Sie umplanen. Wie lässt sich das Festival unter Corona-Maßnahmen realisieren?
Wir haben ein paar grundsätzliche Dinge beschlossen. Erstens: Wir ziehen nicht ins
Internet um, das läuft unserer Auffassung von Tanz und Theater als sinnlichem unmittelbaren Geschehen total zuwider. Zweitens: Wir erklären das ganze Jahr zur tanz-
OFFensive, mit den ursprünglichen Festivalbeiträgen als Highlights, die entsprechend herausgehoben werden. Tatsächlich ist auch aufgrund der Terminverschiebungen unser Spielplan voller und voller geworden. Und sobald wir wieder dürfen, können wir Tanz ohne Ende anbieten. Wir freuen uns, dass da auch die Förderer mitziehen.

Wo liegen in diesem Jahr Ihre Schwerpunkte?
Das ist das Eigenartige: Wir zeigen kein Stück, das sich explizit mit der Pandemie beschäftigt, und doch hat alles mit unserer gegenwärtigen Situation zu tun. Ob es um das Verschwinden des Körpers in der digitalen Welt geht oder die Versuche von Choreografinnen und Choreografen, Ausblicke in die Zukunft zu geben. Ob die Stücke in einer eigentümlichen Zwischenwelt angesiedelt sind wie „Body Shots“ von Cocoon Dance, dem Stück, mit dem die tanzOFFensive in diesem Jahr eigentlich beginnen sollte, oder die Themen eher privater Natur sind – immer geht es darum, wie wir leben, wie wir als körperlich-sinnliche Wesen überleben in dieser Zeit, und das ist immens aktuell.    
Im vergangenen Jahr sollte erstmals die „Junge Tanzwoche“ veranstaltet werden, die wegen der Pandemie ausfallen musste. Wollen Sie Ihre Arbeit mit Jugendlichen künftig fortsetzen?
Jetzt soll die „Junge Tanzwoche“, das heißt, die „NEO:tanz:OFFensive“, mit dem Programm aus dem Vorjahr Anfang Mai stattfinden. Wir hoffen, das klappt. Und wir sind gespannt auf die Erfahrungen. Alle waren neugierig auch auf die Angebote mitzumachen, in Workshops oder sogar auf der Bühne. Für kommendes Jahr haben Wolfgang Piontek und ich bereits eine Kooperation mit IPtanz aus Köln verabredet, um in dieser Richtung  weiter zu arbeiten und zu forschen. Also: Ja, wird fortgesetzt!

Spielzeit Februar 2021 - Szene - Sprechstunde
Spielzeit Februar 2021 - Nachgefragt