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„Hinter diesen Türen passiert so viel“

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„Closed“-Projekt
Quelle: Helmut Henning

Diese Fotos sind eine gute Übersetzung der Situation, in der wir uns derzeit befinden. Man erinnert sich daran, dass man hier einmal hi-neingehen konnte. Derzeit ist es leider nicht möglich“, sagt Elke Cybulski von der Theaterwerkstatt Hannover, gemeinsam mit Jonas Vietzke vom Theater an der Glocksee gehört sie zum neuen Team der Sprecherinnen und Sprecher der freien professionellen Szene der Stadt, die sich unter dem Markenzeichen Freies Theater Hannover (FTH) zusammengeschlossen hat. Doch viele Orte in den Stadtquartieren zwischen Linden, Nord- und Südstadt wirken derzeit verlassen. Der Künstler Helmut Hennig hat sie besucht und vor den Türen einen mobilen Leuchtkasten mit dem rot unterlegten Schriftzug „closed“ positioniert: Diese Momentaufnahmen der Leere sollen zugleich auf die angespannte Lage in der Kunst- und Kulturszene aufmerksam machen.

„Closed“-Projekt Quelle: Helmut Henning

„Wir wollen aber auch darauf hinweisen, dass hinter den verschlossenen Türen vieles passiert“, ergänzt Vietzke. „Wir arbeiten im Netz mit unterschiedlichen Formaten und probieren viele neue Sachen aus. Aber nicht jedes Projekt funktioniert online. Das Netz ist eine Ergänzung. Denn das Theater lebt vom analogen Raum: Wir brauchen den Ort und die Nähe des Publikums, selbst wenn  pro Vorstellung wegen der Abstands- und Hygieneregeln nur 30 statt 100 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen sind.“
Im Lockdown tasten sich die Ensembles vor, viele von ihnen kommunizieren im Netz mit dem Publikum oder erfinden neue kreative Formen der Nähe in Zeiten von „social distancing“, manches kleine Team probt auf Abstand, andere entwickeln im Homeoffice digitale Auftritte, die sich auf den Internetseiten der einzelnen Theater abrufen lassen. „Nur abzuwarten wäre doch äußerst unkreativ“, sagt Vietzke. „Wichtig ist, dass wir spielen. Aber im Moment liegen viele Produktionen auf Eis. Wir hoffen, dass wir bald eine Perspektive bekommen, wie es auch analog weitergehen kann.“ Jonas Vietzke und Elke Cybulski bleiben zuversichtlich. „Auch wenn die Türen geschlossen sind: Dahinter geht es weiter! Deshalb wünschen wir uns, dass diese Orte nicht vergessen werden.“ Dz

Weitere Informationen

Alle Infos zur gemeinsamen Bühne FTH.tv unter
www.freiestheaterhannover.de.

Das Theater an der Glocksee geht mit dem Solo „Jack in the Box“ in die nächste Runde.
Premiere ist am 5. März, 20.30 Uhr im Netz.
Anmeldung unter www.theater-an-der-glocksee.de.

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