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„Ich bin eine Rampensau!“

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10:26 05.06.2019
Sabine Orléans und Mohamed Achour Quelle: Kerstin Schomburg

Sabine Orléans und Mohamed Achour

Sie spielt Iphigenie, er spielt einen Autohändler in „Platonowa“. Sabine Orléans (links) und Mohamed Achour (rechts) sind zwei der 30 neuen Ensemblemitglieder, die im Herbst am Schauspiel Hannover starten. Beide verschlägt es allerdings schon zum dritten Mal nach Hannover. Sabine Orléans hat an der Hochschule für Musik, Theater und Medien studiert und war zwei Jahre im Ensemble des Intendanten Wilfried Schulz. Mohamed Achour hat seine Jugend in Hannover-Linden verbracht und war ebenfalls Ensemblemitglied unter Schulz. Aktuell sind beide am Schauspiel Köln engagiert.

Lachen oder Weinen?
Mohamed Achour: Hab ich beides schon gemacht. Aber Menschen, die in der Lage sind, auch in schwierigen Momenten das Lustige oder das Absurde zu sehen, bewundere ich.
Sabine Orléans: Natürlich lachen. Aber weinen gehört einfach auch zum Leben dazu und tut manchmal richtig gut.

Kunst oder Kampf?
Achour: Das ist eine große Frage, die ich in meinem (Achtung! Werbung, weil Produktnennung) Soloabend „Mohamed Achour erzählt Casablanca“ vollständig beantworten werde.

Wahrheit oder Lüge?
Orléans: Ich bin Schauspielerin, ich suche die Wahrheit in der Lüge.
Schon mal mit vollem Bühnen-Make-up ins Bett gegangen?
Achour: Ich hatte mal für eine Rolle ein großes Hitler-Tattoo auf dem Bauch und habe nach der Vorstellung vergessen, es in der Maske abzuschminken. Am nächsten Morgen wachte ich quasi neben Hitler auf meinem weißen Bettlaken auf.

Golden Retriever oder  Dobermann?
Orléans: Weder noch. Ich mag Bolonka Zwetna, die sind neugierig, verspielt und vorwitzig.
Achour: Das sind Automarken, ne?

Rampe oder Chor?
Orléans: Ich glaube, ich bin eine Rampensau. Auch wenn ich immer wieder betone, ohne Chor geht’s auf keinen Fall.
Achour: zieht nachdenklich an seiner Zigarette und rückt sich die Heiner Müller-Gedächtnis-Brille zurecht. Sehen Sie, seit Jahrtausenden ist das Theater immer das Produkt von guter Teamarbeit … Rampe!

Wann haben Sie zuletzt selbst im Publikum einen guten Theaterabend verbracht?
Achour: Letztens habe ich ein richtig gutes Nickerchen in einer Inszenierung von Frank Castorf gemacht.

Letzte SMS von Sonja  Anders?
Orléans: Gestern.
Achour: Melde Dich schnell wg Wohnung. Wie ist deine Mail? Bin unterwegs.

List oder Linden?
Achour: Nordstadt, ha. Nee, Hauptsache, Wohnung. Kein Scherz, ich suche noch. Vier Zimmer. Bitte. Danke!

Erstes Essen bei der  Rückkehr nach Hannover?
Orléans: Frühstück im Treibhaus.  
Achour: Erst mal ins Holländische Kakaostübchen. Oder ins Teestübchen. Oder doch ins Falafelstübchen auf der Limmerstraße. Oder ich fahr nach Laatzen und geh ins Metaxa.

Warum ist das Publikum in  Hannover so gut?
Orléans: Wenn sie einen einmal ins Herz geschlossen haben, dann sind sie sehr treu.

Premieren im Schauspielhaus

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