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Lästerlieder

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10:41 31.01.2020
An Bord: Elke Siemon, Gerd Becker (links) und Willi Schlüter. Quelle: Joachim Giesel

Mit zeitkritischen Versen, Protestsongs und Balladen schrieb er gegen den Muff der Nachkriegszeit an. Als Maler und Grafiker war er in zahlreichen Galerien, Kunsthallen und Museen vertreten, unter anderem in Celle, Hamburg und Hannover. Fritz Grasshoff, der gelernte Kirchenmaler, Schriftsteller und „malende Lästerliedermacher“ wurde jedoch vor allem durch seine eingängigen Schlager bekannt. „Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise“ gehört zu seinen populärsten Songs. Grasshoff, Jahrgang 1913, schrieb harmlose Schlager über die Seefahrt und die Sehnsucht für Hans Albers, Freddy Quinn oder Lale Andersen. Sein 1980 veröffentlichter biografischer Roman „Der blaue Heinrich“, eine Abrechnung mit der Sinnlosigkeit des Krieges, fand hingegen kaum Beachtung. Enttäuscht kehrte Grasshoff Deutschland den Rücken und wanderte nach Kanada aus, malte dort noch mehrere Hundert Bilder und verstarb auch dort 1997.

Mit seinen sarkastischen Versen im Gewand von Seeräuberballaden, Bänkelgesängen und Varieténummern wiederum war dieser notorisch Unangepasste in seinem Element. Von seiner 1947 erstmals erschienen „Halunkenpostille“ verkauften sich rund 200 000 Exemplare. Mit dem „Seeräuberreport“ erinnert das Theater in der List an Songs, Lieder und Balladen von Fritz Grasshoff und „anderen Konsorten“. Mit Elke Siemon, Gerd Becker und Willi Schlüter.

Premiere am 14. Februar, 20 Uhr, im Theater in der List. Karten unter (05 11) 89 71 19 46 und info@theater-in-der-list.de

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