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Leidenschaft und Gemüse

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16:06 29.05.2019
König Karotte Quelle: Jörg Landsberg

Eine ereignisreiche Saison neigt sich dem Ende und das bedeutet, dass auch einige Produktionen sich im Juni und Juli von der Bühne der Staatsoper verabschieden. Mit eindrucksvollen Kostümen und  unglaublicher Spielfreude  begeistert die Operette „König Karotte“ das Publikum. Am 21. Juni ist das Werk von Jacques Offenbach letztmalig in der Staatsoper Hannover zu erleben, bevor es dann weiterzieht an die Volksoper Wien, wo die Inszenierung von Matthias Davids und mit Karottenkönig Sung-Keun Park ab dem 23. November zu sehen ist.
Nur noch einmal kommt am 18. Juni Franz Schrekers Oper „Die Gezeichneten“ auf die Bühne. Nach seiner Uraufführung 1918 und 15 weiteren Inszenierungen bis 1933 sind das Werk und der Komponist während der NS-Zeit von den Spielplänen verschwunden. Erst 1979 wurden „Die Gezeichneten“ wiederentdeckt. In Hannover ist die Oper in der Inszenierung von Johannes von Matuschka zu sehen. Robert Künzli als Alviano Salvago, Brian Davis als Andrae Vitelozzo Tamare und Karine Babajanyan als Carlotta Nardi verstricken sich in einen erotischen Reigen und taumeln in einen Abgrund der Vernichtung und des Wahnsinns. „Ein fantastischer Opernabend, der höchst intensive, beklemmende Eindrücke hinterlässt. Großes Musiktheater vom Allerfeinsten, szenisch wie musikalisch“, schrieb das „Online Musik Magazin“.
Einen regelrechten Krimi erwartet das Publikum in „Oedipus Rex / Psalmensinfonie“ von Igor Strawinsky. Was wäre da besser als eine echte „Tatort“-Staatsanwältin auf der Bühne? Mechthild Großmann – bekannt als Hermine Klemm aus der ARD-Krimi-Reihe – führt im ersten Teil des Abends durch die Geschichte von Vatermord, Inzucht und Betrug. Der zweite Teil des Abends gehört mit der „Psalmensinfonie“ dem hannoverschen Opernchor und dem Niedersächsischen Staatsorchester unter der Leitung von Valtteri Rauhalammi. „Das Programm ist mutig, überraschend hörenswert“, war das Fazit der „Neuen Presse“. Am 2. und 12. Juni ist dieser Strawinsky-Abend wieder auf der Bühne erlebbar.
Die letzte Opern-Vorstellung der Intendanz von Michael Klügl ist Richard Wagners „Der fliegende Holländer“. Bis zum 4. Juli ist die Produktion in der Regie von Bernd Mottl und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Ivan Repušić noch im Opernhaus zu sehen.

Das Ballettensemble unter der Leitung von Jörg Mannes verabschiedet sich vom Publikum.

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