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Spielzeit „O du fröhliche … “
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„O du fröhliche … “

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15:43 29.11.2019
Kannst du pfeifen, Johanna - La Bohème - Hänsel und Gretel Quelle: Clemens Heidrich, Sven Marquardt, Clemens Heidrich

HÄNSEL UND GRETEL

Oper von Engelbert Humperdinck

Nach einer Inszenierung von: Steffen Tiggeler
Musikalische Leitung: Cameron Burns Bühne und Kostüme: Walter Gondolf Kinderchor: Lorenzo Da Rio
Solistinnen und Solisten, Kinderchor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Wieder am 4., 16., 17., 18., 22., 25. Dezember, im Opernhaus

HÄNSEL UND GRETEL SING-ALONG

In den Gesang des Opernensembles einzustimmen und nach Herzenslust mitzusingen ist hier ausdrücklich erwünscht!

Am 4. Dezember, 18 Uhr, im Opernhaus

Singende und klingende Weihnachten: Der Sänger Michael Kupfer-Radecky freut sich auf Hänsel und Gretel

In meiner Kindheit war das Singen zur Weihnachtszeit extrem präsent! Zum einen haben wir unter dem Weihnachtsbaum in der Familie gängige Weihnachtslieder gesungen, zum anderen war ich im Kinderchor meiner Kirchengemeinde. Bei einer Christmette hatte ich dann im Alter von acht Jahren meinen ersten Soloauftritt, als ich eine Strophe von ‚O du fröhliche ...‘ singen durfte! Mittlerweile ist Heiligabend einer der wenigen Tage im Jahr, an denen definitiv keine Vorstellungen stattfinden und ich nicht auf der Bühne stehe. Deswegen ist der 24. hauptsächlich ein fauler Tag. Lange schlafen, gut frühstücken, spazieren gehen, „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ schauen und fein kochen!
Apropos Märchen: Wer die geradezu historische hannöversche Produktion von „Hänsel und Gretel“ noch nicht gesehen hat, sollte dies tun! Wer weiß, wie lange es solche Inszenierungen noch gibt. Aber auch für alle, die bereits Liebhaberinnen und Liebhaber der Produktion sind, lohnt sich ein Besuch. Durch den Intendanzwechsel sind ja viele neue Gesichter zu sehen … so auch ich. Und die Sing-Along-Vorstellung am 4. Dezember wird wirklich sehr spannend! Ich habe schon einmal bei einem Mitsingkonzert des Berliner Rundfunkchores in der Philharmonie Berlin als Solist mitgewirkt. Man steht da auf dem Podium und 2000 Menschen singen den Chor. Wahnsinn! „Hänsel und Gretel“ als Mitsingvorstellung ist geradezu dafür prädestiniert.
Ich freue mich auf diese Jahreszeit, in der eine andere Stimmung herrscht: Weihnachtsmärkte, kaltes Wetter, die Leute sind fröhlicher, besinnlicher. Sicher schwappt etwas auf die Bühne über, und als Sänger wird man davon angesteckt. Aber auch an den Weihnachtsabenden, an denen wir arbeiten, haben wir dieselbe Aufgabe wie immer: dem Publikum ein paar besondere Stunden zu bereiten!“
Michael Kupfer-Radecky gehört seit dieser Saison zum Ensemble der Staatsoper Hannover. Er gewann zahlreiche Preise und war unter anderem Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes. Er sang unter der Leitung von Dirigenten wie Ingo Metzmacher, Marek Janowski und Marcello Viotti und arbeitete mit Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra und dem Bayerischen Staatsorchester. Engagements führten ihn an die Mailänder Scala, an die Königliche Oper Stockholm, die Deutsche Oper Berlin oder an die Staatsoper München.

ADVENTSSINGEN

Am Freitagnachmittag eine halbe Stunde dem Weihnachtstrubel entfliehen? Im Opernhaus ist das möglich! Begleitet von Klavierklängen wird gemeinsam gesungen und der Weihnachtsbaum auf dem Balkon geschmückt. Mitglieder des Opern- und Ballettensembles sowie der Chor der Staatsoper überraschen mit kleinen Darbietungen. Am 29. November und am 6., 13. und 20. Dezember, jeweils von 17 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Einlass ab 16.45 Uhr.

Frank Schneiders steht in Kannst du pfeifen, Johanna auf der Bühne im Ballhof Zwei.

KANNST DU PFEIFEN, JOHANNA

Musiktheater für alle ab 6 Jahren von Gordon Kampe

Musikalische Leitung: Cameron Burns
Inszenierung: Markus Michael Tschubert
Bühne und Kostüme: Magdalena Wiesauer
Licht: Thomas Jacob, Mario Waldowski
Musiktheatervermittlung: Marleen Kiesel
Ulf Byung Kweon Jun Nils Frank Schneiders Berra Aljoscha Lennert
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Wiederaufnahme: Sonntag, 15. Dezember, 15 Uhr, Ballhof Zwei

Frank Schneiders, langjähriges Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, erzählt: „Der Abend, in meinem Elternhaus in Köln begann mit dem Weihnachtsessen, köstlich und liebevoll von meiner Mutter zubereitet. Danach wurden Weihnachtslieder angestimmt. Ich musste ans Klavier und es wurde ein Lied nach dem anderen gesungen, meist mit ein paar der unbekannteren (und meist schöneren) am Beginn und am Schluss dann die „Schlager“ wie „Stille Nacht“.
Irgendwann schlich sich meine Mutter weg, weil sie dringend in die Küche musste. Kurze Zeit später ertönte dann aus dem Obergeschoss eine helle, schön klingende Klingel – das Christkind war da! So schnell wir auch nach oben sausten, gesehen haben wir es merkwürdigerweise nie. Unter dem Baum lagen neben toll verpackten Geschenken auch herrliche, von meiner Mutter gebackene Plätzchen. Die mit Nüssen mussten allerdings auf später warten, denn vom Leiter unseres Kirchen- und Knabenchores (dem wir Jungs und unsere Eltern angehörten) gab es vor der festlichen Christmette ein strenges Nuss-Verbot, da die für unsere Stimmen schädlich seien. Die Weihnachtsmesse, die wir gemeinsam als Chor gestalteten, beschloss den schönen Abend. Auch später noch ist das elterliche Haus der weihnachtliche Mittelpunkt – die Brüder, ihre Frauen, Eltern, Schwiegereltern und die Enkel trafen und treffen sich an Heiligabend „op dä Schäl Sick in Kölle“. Nach dem gemeinsamen Festmahl geht es, wie jedes Jahr, ans Klavier. Und nach „Stille Nacht, heilige Nacht“ ertönt von fern eine Klingel ...“
Frank Schneiders ist in der Wiederaufnahme „Kannst du pfeifen, Johanna“ im Ballhof Zwei zu erleben. Es geht um die berührende Freundschaft zwischen Alt und Jung, der beiden Jungen Ulf und Berra und ihrem „Ersatz“-Opa Nils (Frank Schneiders).

Der chinesische Tenor Long Long singt den Rodolfo in La Bohème

LA BOHÈME

Giacomo Puccini

Musikalische Leitung: Jordan de Souza
Nach einer Inszenierung von: Chris Alexander
Solistinnen und Solisten, Chor, Kinderchor und Statisterie der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Wiederaufnahme: Sonntag, 15. Dezember, 16 Uhr, im Opernhaus

Er gilt schon jetzt als einer der Shootingstars des lyrischen Tenorfachs. Der chinesiche Sänger Long Long gehört zu den neuen Ensemblemitgliedern der Staatsoper Hannover. Bereits in seiner Zeit am Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München luden ihn wichtige Dirigenten ein, darunter Kirill Petrenko, Valery Gergiev und Simone Young. Im Oktober gewann Long Long den Internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“. In der spielzeit spricht er über die Traditionen in seiner Heimat.

Was sind Ihre Erinnerungen an ein Fest wie Weihnachten? Feiert man das in China?
In China ist Weihnachten ja kein kirchliches Fest. Aber in den Einkaufszentren gibt es trotzdem diesen typischen Lichterschmuck. Die Menschen gehen dann einkaufen und feiern Partys. Für uns Chinesen ist das Frühlingsfest das wichtigste Fest des Jahres. Meine schönsten Kindheitserinnerungen daran sind die ganz besonderen Gerüche. Und natürlich die chinesische Tradition des Feuerwerks. Das Besondere am Frühlingsfest ist es, sehr, sehr gut zu essen und mit seinen Lieben zusammen zu sein. Das macht wirklich glücklich. Also ganz ähnlich wie Weihnachten hierzulande.

Und wie werden Sie dieses Jahr Weihnachten verbringen?
Ich mag Weihnachten in Deutschland sehr. Ich werde ganz entspannt mit Freundinnen und Freunden hier feiern.
Sie sind seit dem Sommer Ensemblemitglied der Staatsoper. Wie fühlt sich das an?
Ich bin super begeistert von den zwei Monaten, die ich jetzt in Hannover lebe und arbeite. Meine Kolleginnen und Kollegen in der Staatsoper sind so nett und professionell. Besonderen Spaß gemacht haben mir die „Zauberflöten“-Proben, immerhin war das mein Debüt als Tamino. Eine tolle Produktion!

Jetzt kommt ja mit dem Rodolfo in „La Bohème“ schon die nächste Herausforderung …
„La Bohème“ ist meine Lieblingsoper, ich liebe Puccini! Dieses Stück handelt von der Liebe, dem tiefsten, echtesten Gefühl zwischen Menschen. Und was für wunderbaren Melodien, was für eine tolle Musik!

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