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11:35 25.04.2019
Sonja Anders ist ab Sommer die neue Intendantin des Schauspiel Hannover. Quelle: Kerstin Schomburg

Frau Anders, im Mai 2017 wurde bekannt, dass Sie  in diesem Sommer Intendantin des Schauspiel Hannover werden. Was ist seitdem passiert?
Hannover ist mir ein ganzes Stück näher gerückt. Ich habe mit meinem neuen Team Ausflüge in Stadt und Region unternommen, wir haben Kontakte und erste Allianzen geknüpft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schauspielhauses kennengelernt. Und natürlich haben wir ein Programm für die erste Saison zusammengestellt.

Gibt es inhaltliche Schwerpunkte?
Ein Kernthema unseres Spielplans ist der politische Gestaltungsraum des Einzelnen. In Zeiten, in denen Unsicherheit und Angst instrumentalisiert werden, wollen wir fragen, welchen Einfluss der Einzelne auf sein eigenes Leben und auf das Weltgeschehen haben kann. Auf der Suche nach starken, gesellschaftlich relevanten und spielerisch interessanten Stoffen sind wir bei einer Mischung aus klassischen Dramen, schrägen Projekten und überraschenden Uraufführungen gelandet – insgesamt 27 Premieren plus vier Übernahmen von anderen Theatern.

Da haben Sie sich ja einiges vorgenommen.
Allerdings. Für die erste Saison bauen wir ein komplett neues Repertoire auf. Außerdem möchten wir ja auch in der Stadt richtig ankommen und unsere Schauspieler vorstellen.

Wie wird sich das Ensemble verändern?
Mir liegt sehr am Herzen, dass sich im Theater Menschen in Diversität und Pluralität treffen. Wir stocken das Ensemble dahingehend auf 30 Spielerinnen und Spieler auf und achten, wie auch bei der Auswahl der Regisseurinnen und Regisseure, auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Frauen und Männern. Wenn wir in diesen Konstellationen gemeinsam Geschichten erzählen, ist schon viel gewonnen.

Was ist für die Cumberlandsche Bühne geplant?
Cumberland öffnen wir für die ganze Stadt und Region, um hier einen Raum für partizipative Projekte und neue Formate zu schaffen. Ich freue mich auch sehr, dass wir die Kantine zur Cumberlandschen Galerie und zum Hof hin baulich öffnen, sodass ein Ort der Begegnung mit dem Publikum entstehen kann.

Das Junge Schauspiel spielt nun auch auf der großen Bühne?
Ja, das ist uns ein besonderes Anliegen. Wir zeigen in der Prinzenstraße und im Ballhof junge Lebenswelten für alle Altersstufen. Begleitet werden alle Inszenierungen weiter durch ein reiches Vermittlungsprogramm.

Das rote X ist seit gut 15 Jahren das Markenzeichen von Oper und Schauspiel. Gibt es hier einen Wechsel?
Der gemeinsame Neubeginn beider Intendanzen war Anlass, auch das Erscheinungsbild neu zu denken, das X energetisch aufzuladen – auch wenn es natürlich schwerfällt, ein so eta-bliertes Symbol anzufassen. Ich hoffe sehr, dass das Publikum das neue X annimmt!

Was sollten wir auf keinen Fall verpassen?
Den Startschuss! Am 31. August feiern wir gemeinsam mit der Oper, mit unseren Nachbarn und dem Publikum ein großes Eröffnungsfest!

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