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Ohne Regeln kein Exzess

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15:15 28.08.2019
Sebastian Nakajew und Alban Mondschein mit Plaut. Quelle: Kerstin Schomburg

WERTHER

Nach dem Roman von
Johann Wolfgang von Goethe
Premiere: Am 22. September, 19 Uhr, Schauspielhaus
Ab 14 Jahren

Werther flieht vor enttäuschter Liebe und der Welt im Allgemeinen aufs Land. Ablenkung tut Not und die Begegnung mit der Natur wird „seiner Seele köstlicher Balsam“. Doch dann trifft er auf Lotte. Lotte, das Zauberwesen, seine Seelenverwandte, ein Engel, vergöttert und gebraucht, mehr als alles in der Welt. Ein Rausch voller Glück und Schmerz durchfährt und zermartert ihn. Denn Lotte hat sich für einen anderen entschieden: Albert. Das Gegenstück zu Werther. Ein Mann des Maßes, der Regeln, der Sicherheit. Werthers Welt explodiert.
Goethes Briefroman zeigt einen modernen Helden, schwankend zwischen den Polen der Zerstörung und der Schöpfung. Maßlos, selbstbezogen und gegen jede Vernunft handelnd, ist er dabei dennoch konsequent und merkwürdig klarsichtig. Wahn und Wahrhaftigkeit verknüpfen sich in ihm und stellen sich uns berührend und mit bestechender Präzision dar.
Werther ist nicht nur ein Roman über die Liebe, er ist ein Gegenentwurf zu einer Welt, die auf Rationalität und Sicherheit, auf Erfolg und Berechenbarkeit setzt. Er ist ein Plädoyer für die Verschwendung, den Moment, den Glauben, die Feier, das Wagnis und den Exzess.
Lilja Rupprecht, die in ihren Arbeiten die Sprengung sowohl ästhetischer als auch inhaltlicher Sichtweisen sucht, um die Wucht des Gefühls herauszudestillieren, wird Werther inszenieren. Sie arbeitet unter anderem in Stuttgart, Berlin und Köln.

Ich oder du?

Zwei Männer, ein Kopf, überbordendes Glück, maßloses Leid: Alban Mondschein und Sebastian Nakajew verkörpern beide Goethes unermüdlichen Liebenden Werther und stellen sich den unzähligen Gegensätzen, die der Roman aufwirft.

Exzess oder Regel?
Sebastian: Ohne Regeln kein Exzess.

Sicherheit oder Freiheit?
Alban: Mit Sicherheit verbinde ich mehr Dinge, die mir guttun. Da habe ich eine konkrete Vorstellung, wie ich sie mir verschaffe. Freiheit ist mir da im Vergleich zu abstrakt.

Lotte oder Werther?
Alban: Werther natürlich!!!! Aber ich liebe Lotte.
Sebastian: LOTTELOTTELOTTE

Rückzug oder Angriff?
Sebastian: Den Angriff wagen, beim Rückzug nicht verzagen.

Natur oder Stadt?
Alban: Für mich kommt es da sehr auf die Mischung an. Natur mit Stadt ist super. Stadt ohne Natur ist furchtbar. Deswegen NATUR.

Gemeinschaft oder Alleinsein?
Sebastian: Manchmal braucht es die Gemeinschaft, um allein zu sein.

Maikäfer oder Pferd?
Alban: Als Maikäfer kann ich viel an Blumen riechen. Das mag ich!
Sebastian: Maikäfer flieg ...

Ich oder Du?
Alban: ICH möchte es vielleicht ungern wahrhaben, aber ein Du existiert, denke ich, nicht ohne ein Ich. Denn grundsätzlich betrachten wir alles erst mal aus der Ego-Perspektive. Aber wahrnehmen möchte ich es gleichauf, was mal mehr, mal weniger gelingt.

Vergangenheit oder Zukunft?
Sebastian: Geht auch Gegenwart?

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