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Politclowns und Future Lovers

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14:45 27.02.2020
Zwischen Komik und Tragik: „Out of Order“ mit Forced Entertainment. Quelle: Hugo Glendinning

Diesmal kommen sie ganz ohne Worte aus. Im vergangenen Jahr hatte die Performergroup Forced Entertainment noch Senftöpfe, Salzstreuer und zerbeulte Dosen zum Sprechen gebracht und den ausrangierten Dingen auf höchst amüsante Weise Shakespeares Dramen in Kurzform in den Mund gelegt. Nun sitzt eine Truppe abgetakelter Clowns lauernd um einen Tisch und geht plötzlich aufeinander los. „Out of Order“ (20.5.) heißt das neue Stück des britischen Theaterkollektivs unter der Leitung von Tim Etchells. Eine schräge Performance zwischen Komik und Tragik in einer verstummenden Gesellschaft, die von einem Haufen verunsicherter Politclowns regiert wird. Auch diesmal bespielt Forced Entertainment einen neuen Ort. Nach einem Abstecher auf dem Faust-Gelände beim Festival 2019 haben die Kunstfestspiele diesmal die Halle des Deutschen Hockey Clubs an der Graft entdeckt. Dort werden während des Festivals vier Veranstaltungen zu sehen sein, darunter auch die Performance „Future Lovers“ des spanischen Theaterkollektivs La Tristura (26.5.). Hier geht es um Jugendliche, die rund um die Jahrtausendwende geboren wurden. Wie erleben sie Liebe und Nähe in einer reizüberfluteten, technisierten Welt?

Open Sunday

Auch in diesem Jahr laden die Kunstfestspiele Herrenhausen wieder zum Open Sunday ein. Bei freiem Eintritt gibt es am 17. Mai ab 13 Uhr in Herrenhausen, im Festivalzelt und an der Graft Musik, Tanz, Theater und Performances für  Neugierige, Familien und Kinder. Um 17.30 Uhr wird auf einem Fußballfeld im Georgengarten ein Fußballspiel der besonderen Art angepfiffen: In „La Partida“ lässt die katalanische Tänzerin und Choreografin Vero Cendoya fünf Fußballer und fünf Tänzerinnen aufeinandertreffen.

Zu den Highlights in der neuen Spielstätte zählt das  Tourette-Theater von Rimini Protoll am 23. Mai „Chinchilla Arschloch, waswas“. Tic oder Absicht? Die Akteure auf der Bühne leiden am Tourette-Syndrom. Unter den Mitspielern ist auch der hessische Politiker Bijan Kaffenberger, der mit seiner Krankheit bewusst an die Öffentlichkeit geht.

Vom 15. Mai bis 1. Juni gibt es rund 75 Veranstaltungen in Herrenhausen und in der Stadt: Konzerte, Filmprojekte, Installationen, Theater, Tanz und Performances. „Wir machen ein buntes Programm, das auf die Durchdrinung der verschiedenen Genres setzt“, betont Festivalintendant Ingo Metzmacher. Die Künstlerin Eszter Salamon eröffnet die Kunstfestspiele am 15. Mai mit ihrer  Arbeit „Monument o.6: Heterochronie/Palermo 1599-1920“ in der Orangerie – eine Spurensuche in den Katakomben von Palermo. Ein zeitgenössisches Passionsspiel steht mit „Kolik“ von Rainald Goetz am 19. Mai in der Orangerie auf dem Programm. Zwischen Pop und Poesie bewegt sich die Uraufführung „One/Come from somewhere go anywhere“ des österreichischen Choreografen Willi Dorner am 30. Mai in der Galerie.

Zum Ausklang der Festspiele verwandelt sich die Lutherkirche in einen Strand mit relaxten Urlaubern und spielenden Kindern: Die musiktheatrale Langzeit-Performance „Sun&Sea“ gewann den Goldenen Löwen der „Biennale di Venezia“ 2019 und ist vom 30. Mai bis 1. Juni als Deutsche Erstaufführung zu sehen.

Dz
Karten im Künstlerhaus und unter www.kunstfestspiele.de

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