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Unterwegs in Alltagsräumen

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12:08 24.10.2019
#MeBambi im Ihmezentrum Quelle: Boomgarden/Finster

Ihr Fokus liegt auf der interdisziplinären Inszenierung von Alltagsräumen. Das ist zugleich der Markenkern der Agentur für Weltverbesserungspläne (AWP), die Ulrike Willberg 2006 gegründet hat: Ein Theaterensemble mit einem Pool von Künstlern, das mit der innovativen Kraft der Kunst die Welt – zumindest ein wenig – besser machen möchte. Und das mit seinen theatralen Raumerkundungen die Trennung zwischen Publikum und Bühne immer wieder aufzubrechen versucht. In Gärten, auf der Straße, in Klassenräumen. Im Ihmezentrum etwa  mit dem Kammerspiel „Vier Wände“ oder mit dem Projekt „Die Schneyder­leyns“ in der Textilgalerie „Frau Zimmer“, einem Ladenlokal in Linden.  Für „Die Schneyderleyns“ und „Home.Run“, eine Koproduktion mit dem Schauspielhannover, wurde das Team im vergangenen Jahr mit dem „pro  visio“-Kulturpreis der Region ausgezeichnet, mit „Home.Run. Eine grenzverletzende Familiensaga“ war die AWP auch beim renommierten  „Best OFF-Festival Freier Theater“ vertreten.

Was für ein Theater

Am 8. November startet die neue Webserie „Was für ein Theater”. Dort stellt sich jeden Monat eines der Freien Theater vor.  Ein Blick hinter die Kulissen: Die Slam-Poetin Ninia Binias begleitet Probenprozesse und Stückentwicklungen, führt durch Werkstätten und in den Backstagebereich. In der ersten Episode geht es um Ulrike Willberg und die Agentur für Weltverbesserungspläne in einer verlassenen Wohnung im Ihmezentrum.

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Mit dem aktuellen Projekt „#MeBambi oder Das große Wundern“ ist das Theaterteam wieder einmal im unwirtlichen Ihmezentrum unterwegs. Die Agentur für Weltverbesserungspläne engagiert sich mit ihren künstlerischen Interventionen für eine vielfältige Gesellschaft. „Aber reicht das? Ist man damit automatisch auf der guten Seite? Muss man nicht vielleicht auch die eigenen unbewussten Denkmuster überprüfen?“, fragt AWP-Gründerin Ulrike Willberg. In ihrem neuen Stück untersuchen die Ensemblemitglieder nun selbstkritisch, was es mit Weißsein hierzulande auf sich hat. Und damit beginnt auch schon das „Große Wundern“. Sie merken, dass sie nicht als „anders“ wahrgenommen werden. Und das wiederum beeinflusst ihr Denken und Handeln. „Wir sind ins Stolpern gekommen.“ Muss nun die Jagd nach weißen Privilegien beginnen? Und wann ist sie zu Ende?
Doch Suzi – die selbstironische Pro­tagonistin – kann noch nicht zum Halali blasen. Denn vorher gibt es noch allerhand zu tun. Und auch für sie beginnt das „Große Wundern“. Über sich, über das Land und die Leute. „#MeBambi“ ist eine kritische Auseinandersetzung mit weißen Perspektiven.
Eine absurd-komische Erzählung mit vielen autobiografischen Verweisen. (Szenische Leitung: Ulrike Willberg, Dramaturgische Beratung: Hartmut El Kurdi, Performance: Susanne Abelein, Jan-Willem Fritsch).

Premiere ist am 23. November, 20 Uhr, Ihmepassage 7, 4. Etage. Karten unter www.ulrikewillberg.de.

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