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Verstärkung aus dem All

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20:30 30.04.2020
Quelle: Clemens Heidrich
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Damit hatte niemand gerechnet: Kurz nach Beginn des Kinderfestes Anfang März krachte es gewaltig hinter dem geschlossenen Vorhang der Opernbühne. Der voll besetzte Zuschauerraum, die Musikerinnen und Musiker des Niedersächsischen Staatsorchesters, die Schauspielerin Viktoria Miknevich und der Dirigent Giulio Cilona hielten kollektiv den Atem an, als sich der rote Samtvorhang öffnete und das sorgfältig hergerichtete Bühnenbild in Trümmern lag. Ein eiförmiges Raumschiff schwebte qualmend und flackernd im dunklen Bühnenraum, und am Boden tastete sich ein Wesen vorsichtig durch die Schatten …

Was für ein Auftritt! Schnell stellte sich heraus, dass ein außerirdisches Geschöpf der Gattung „Augenohr“ vom Planeten Ohr Centauri auf der Suche nach neuen Klängen von der wunderbaren Musik des Orchesters angelockt worden war – und vor lauter Faszination über die neuen Sinneseindrücke eine Bruchlandung im Opernhaus hinlegte. Doch die anfängliche Enttäuschung über das kaputte Bühnenbild wich schnell neuem Tatendrang. Mit der Hilfe vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Abteilungen der Oper, dem Quilisma Kinder- und Jugendchor Springe, dem Club Tanz und hunderter kleiner Helferlein aus dem Publikum gelang es innerhalb kurzer Zeit, ein neues, noch schöneres Bühnenbild zu gestalten – und mit Musik und Bewegung dem Kinderfest neues Leben einzuhauchen.

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Selbst das Raumschiff des außerirdischen Gastes mit dem großen Auge und den noch viel größeren Ohren wurde im kreativen Treiben weiterverwertet, so dass zu spät klar wurde, dass das Wesen nun keine Möglichkeit mehr hatte, nach Hause zurückzukehren. Zum Glück waren sich alle schnell einig, dass das Augenohr in die große Opernfamilie aufgenommen werden sollte.

Gesagt, getan und so hat die Oper seit ein paar Wochen ein neues Familienmitglied. Und weil jedes Familienmitglied einen eigenen Namen braucht, das Konzept von individuellen Vornamen auf dem Planeten Ohr Centauri aber unbekannt ist, hat die Oper, gemeinsam mit der Hannoverschen Volksbank, einen Wettbewerb zur Namensfindung ausgeschrieben. Über 400 einfallsreiche, klangvolle Vorschläge wurden eingereicht und die Opernfamilie hat sich mittlerweile für einen Namen entschieden, der wunderbar zu einem Klänge sammelnden, Musik liebenden Wesen passt: Herzlich willkommen, Pentatoni Mollidur!

In der Zwischenzeit hat sich Toni gut im Opernhaus eingelebt und freut sich schon riesig darauf, die Oper und ihre Welt kennenzulernen. Gleichzeitig gibt es jede Menge vom Augenohr und dem Leben auf Ohr Centauri zu erfahren. In den Kinderkonzerten wird Toni mit Beginn der kommenden Saison regelmäßig zu Gast sein. Die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher dürfen gespannt sein, was dieser intergalaktisch-musikalische Austausch noch mit sich bringen mag.

Kirsten Corbett

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