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Wenn Kennich König ist

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11:25 24.10.2019
Die heimliche Insel Quelle: pixabay-und-klemensk
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Auf Dienstags Insel gibt es viel Einsamkeit. Wie gut, dass jemand kommt. Kennich zum Beispiel. Der ist einer, der alles kennt und den nichts beeindruckt. Doch sofort ernennt sich Kennich zum „Könnich“ und verlangt, dass sich ihm alle Neuankömmlinge unterordnen. Dazu gehört Rumguck, der auf den ersten Blick gar nichts sieht. Oder Falsch, der ganz ehrlich ist und eigentlich nie etwas richtig macht, und die Fremde, deren Sprache niemand versteht.  
Sie müssen sich sich zusammenraufen, um dem neuen König Kennich Paroli zu bieten. Ein verspielter Wind muss her oder auch ein Tanz und „Verbündung“, denn so etwas kennt Kennich nicht. Ein Spiel über das große Abenteuer Leben, bei dem man ständig Entscheidungen treffen muss, wer mitmachen darf und wer nicht, und wem man vertrauen kann. Der Autor Horst Hawemann war Lehrer an der Ernst-Busch- Hochschule für Schauspielkunst und hat  das Stück in Improvisationen mit dem Schauspielteam entwickelt. Dabei führt die Sprache direkt in die Handlung und der Text folgt der Anarchie des Spiels. Inzwischen gehört „Die heimliche Insel. Ein Stück mit mehreren Geheimnissen“, das zur Wendezeit entstanden ist, zu den Klassikern der Kindertheaterliteratur.
In der Inszenierung von Yannik Böhmer, der im vergangenen Jahr „Hamstergemetzel“ in Szene gesetzt hat, und Sabine Trötschel vom Leitungsteam der Theaterwerkstatt geht es auch um eine Brücke zwischen den Generationen. Jungregisseur Böhmer stand als Jugendlicher selbst in der Theaterwerkstatt  auf der Bühne und hat an der Zürcher Hochschule der Künste studiert.  Er arbeitet mit einem heterogenen Ensemble aus jungen und erfahrenen Schauspielkolleginnen und Kollegen wie Matthias Buss oder Elke Cybulski zusammen.
Und es geht um Migrationsgeschichten sowie um die Zuschreibung von Rollen. Wer ist fremd und wer ist wo zu Hause? Der Autor lässt die geschlechtliche Zuweisung offen. Auf diese Weise öffnet sich für das Team der Theaterwerkstatt ein „herrlich theatraler Raum für eine gesellschaftliche Utopie in Zeiten von neuen Mauern und Zäunen.“

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Für ein Publikum ab acht Jahren. Premiere am 19. Oktober, 19. 30 Uhr, im Theater im Pavillon. Karten unter www.pavillon-hannover.de.

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