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Widerstand und Zukunft

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14:50 03.06.2021
Viktoria Miknevich
Für das Spielzeitheft hat Kerstin Schomburg das Ensemble fotografiert. Hier zu sehen: Viktoria Miknevich. Quelle: Kerstin Schomburg

Die Aufbruchstimmung und die Neugierde sind im ganzen Ensemble zu spüren“, so Sonja Anders. Nachdem die erste Spielzeit unter der Intendanz von Sonja Anders coronabedingt eine vorzeitige Unterbrechung erfahren musste und die folgende nahezu komplett im Zeichen der Pandemie stand, ist für die kommende Saison ein regelrechter Neustart geplant.

Das Programm hält 24 Neuproduktionen, darunter zehn Erst- und Uraufführungen, bereit. Elf Inszenierungen hätten eigentlich schon in der zurückliegenden Saison zur Premiere kommen sollen.

Dabei gibt es drei Themenschwerpunkte:

Familie: Eröffnet wird die neue Saison mit „Der eingebildete Kranke“, einer Komödie, in der die Bedeutung des Körpers und seiner Gesundheit sowie die fatalen Selbsterhaltungsmechanismen innerhalb einer Familie im Zentrum stehen. Anne Lenk inszeniert Molières Text im Schauspielhaus. Geschichten von familiären Verwerfungen finden sich auch in „Anatomy of a Suicide“ (Regie Lilja Rupprecht), „Szenen einer Ehe“ (Regie Stephan Kimmig), „Vater unser“ (Regie Hannah Gehmacher), „Bungalow“ (Regie Rebekka David), „Das Vermächtnis“ (Regie Ronny Jakubaschk) oder „Das wirkliche Leben“ (Regie Ran Chai
Bar-zvi).
Zukunft: In welcher Welt wollen wir leben? Die „Klimatrilogie“ von Thomas Köck wagt einen dystopischen Blick in die Zukunft einer vollkommen zerstörten Umwelt und untersucht dabei das Verhältnis von Kolonialismus, Kapitalismus und Natur. Marie Bues bringt das Stück auf die Bühne des Schauspielhauses. Die Verantwortung des Menschen für sich und sein Handeln stehen auch in Ibsens „Volksfeind“ (Regie Stefan Kimmig) und „Frankenstein“ (Regie Clara Weyde) im Zentrum.

Für junges Publikum gehen die Produktionen „Happyland is burning“ (Regie Theresa Henning) und „Every Heart is build around a Memory“ (Regie Friederike Heller) mit Fantasiewelten, Superheldinnen und Superhelden sowie virtuellen Realitäten in utopischen und dystopischen Dimensionen um.
Widerstand: Ganz im Heute verortet, schildert Olivia Wenzel in ihrem Debütroman „1000 Serpentinen Angst“ (Regie Miriam Ibrahim) die Verletzlichkeit und Stärke, die aus der Erfahrung von Sexismus und Rassismus erwachsen können. Die mit dem Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnete Geschichte von „Annette, ein Heldinnenepos“ zeigt eine Frau im Widerstand gegen Macht und Unterdrückung, Lily Sykes inszeniert den Roman von Anne Weber. Auch bei „Hedwig and the angry Inch“ (Regie Friederike Heller) und dem Familienstück „Aschenputtel“ (Regie Swaantje Lena Kleff) stellen starke und eigensinnige Figuren die vorgegebenen Normen unserer Welt infrage. Für und wider die Norm ist auch der Protagonist in Arthur Millers Roman „Fokus“, den Laura Linnenbaum zur Uraufführung bringen wird.

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