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Wie klingt nur Sahnetorte?

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13:00 27.02.2020
Quelle: Staatsoper Hannover
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ZÄHLEN UND ERZÄHLEN

Musiktheater für Unerwachsene
von Mauricio Kagel ab 6 Jahren

Inszenierung: Karsten Barthold Bühne und Kostüme: Veronika Kaleja
Dramaturgie: Julia Huebner
Musiktheatervermittlung: Marleen Kiesel
Sängerin: Weronika Rabek

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Premiere: Sonntag, 15. März, 15 Uhr, Ballhof Zwei

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Wie kann sich aus einzelnen Ideen eine gemeinsame Geschichte entspinnen? Welche Figuren werden die Bühne betreten? Welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen? Und wie kommt die Geschichte zu einem schlüssigen Ende? Zusammen mit den Musiktheatervermittlerinnen der Staatsoper geht es vorweg um die Frage, wie man in der Gruppe eine neue Geschichte erfinden und erzählen kann.

Zwölf junge Autorinnen und Autoren, Schülerinnen und Schüler, kommen zu Wort. So lautet die Anweisung des Komponisten Mauricio Kagel in seiner Partitur „Zählen und Erzählen“ aus dem Jahre 1976, die eher eine mehrseitige „Konzeptidee“ als geschriebene Noten enthält. Reihum kreist unter den Kindern der „Erzählball“, so ist es von Kagel festgelegt. Alle haben die gleiche Redezeit und die gleiche Chance, ihre Gedanken mit einzubinden. Die Beteiligten der Produktion lassen sich von den Ideen der jungen Geschichtenerzählerinnen und -erzähler inspirieren. Dann macht sich das Regieteam mit den Ensemblemitgliedern an die Arbeit und bringt die Welt mit den erfundenen Figuren mit Klängen und musikalischen Versatzstücken innerhalb von zehn Tagen auf die Bühne.

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Welche Elemente der Geschichte fließen am Ende in die Bühnenaufführung ein – welche Geschöpfe finden ihren Platz? Welche Konflikte werden ausgetragen? Und wie klingt überhaupt Sahnetorte? Viele bunte Ideen, denen sich Regisseur Karsten Barthold und sein Team gern stellen.

Ein Abenteuer

Die spielzeit sprach mit Karsten Barthold über das ungewöhnliche Projekt.

Fliegende Einhörner, Lagerfeuer, Harry Potter: Kindlicher Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Freuen Sie sich darauf?

Große Vorfreude! Ich bin sehr gespannt, welche Themen unsere Autorinnen und Autoren umtreiben und was sie auf der Bühne sehen wollen. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, ein Stück nach ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu kreieren. Sonst können sie immer nur anschauen, was wir im Theater für sie ausgewählt haben und wovon wir denken, dass es sie interessiert.

Es gibt keine vorgegebene Partitur. Wie läuft die spontane Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Staatsorchester?

Zum einen werden wir auf das individuelle bereits bestehende Repertoire unserer beteiligten Musikerinnen und Musiker zurückgreifen und Stücke daraus an unsere Bedürfnisse anpassen. Außerdem improvisieren wir zu konkreten szenischen Situationen aus dem Stück. Und zu guter Letzt werden auch kurzfristig ausgewählte Stücke für unsere Besetzung arrangiert und im Schnelldurchlauf einstudiert.

Was bedeutet diese besondere Produktion für  alle Beteiligten auf und hinter der Bühne?

Wir müssen alle Arbeitsprozesse völlig neu denken und organisieren. Wofür sonst Monate oder gar Jahre an Vorbereitung üblich sind, haben wir nun eine gute Woche. Es bleibt kaum Zeit, um Musik zu lernen, die Szenen einzustudieren, Kostüme zu entwerfen, ein Bühnenbild zu bauen und ins rechte Licht zu setzen. Von allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen verlangt diese Produktion eine große Offenheit, ihre üblichen Arbeitsweisen über den Haufen zu werfen und sich auf eine Abenteuerreise mit ungewissem Weg und Ziel einzulassen.

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