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Ahlem KSG will 130 neue Sozialwohnungen bauen
Hannover Aus den Stadtteilen Ahlem KSG will 130 neue Sozialwohnungen bauen
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00:15 22.10.2017
So sollen die neuen Gebäude aussehen. Quelle: Visualisierung: Feldschnieders + Kister
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Hannover

In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Ahlem-Badenstedt-Davenstedt stellte Karl Heinz Range, Geschäftsführer des Baunternehmens KSG, das Projekt zwischen Richard-Lattorf-Straße und Hans-Paulmann-Straße vor. „Es fehlen nach aktuellen Prognosen etwa 28 000 Wohnungen in der Region“, erklärte Range.

Das ist die KSG

Das hannoversche Bauunternehmen KSG (vormals Kreissiedlungsgesellschaft) setzt Wohnungsprojekte in der Region Hannover um. Nach Angaben des Unternehmens gehört es zum Konzept, die Bevölkerung mit soliden und preisgünstigen Wohnungen zu versorgen. Größter Gesellschafter sind mit 68,6 Prozent die Städte und Gemeinden in der Region Hannover. Danach folgt mit 25,1 Prozent die Region Hannover, kleinster Gesellschafter ist mit 6,2 Prozent die Sparkasse Hannover. Das Unternehmen besitzt und bewirtschaftet rund 8000 Wohnungen.

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„Preisgünstige Wohnungen“

Er eröffnete seine Präsentation mit einem Rückblick. „Die Wohnungen, die wir hier in Ahlem bewirtschaften, sind uns als ehemaligem Kreisunternehmen sozusagen zugefallen“, berichtete Range. So gehörten nach der Eingemeindung 1974 auch Wohnungen in Ahlem zum Bestand der KSG.

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Gerade für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen fehle es an geeigneten Objekten, betonte der Geschäftsführer. Die Neubauten sollten darum innovativ, aber auch preisgünstig sein. „Wir wollen das schaffen, indem wir Lösungen überlegen, die über Modularisierung, Standardisierung und vielleicht über Vorfertigung Baukosten erreichen, die unter dem Üblichen liegen.“

Vorbild in Langenhagen

148 Wohnungen in 23 Häusern stehen derzeit auf der Baufläche - 16 davon werden abgerissen, sieben sind bereits modernisiert worden. Unterm Strich werden auf diese Weise die angekündigten 129 Wohneinheiten geschaffen. Der Bauantrag soll bald bei der Stadt eingehen. Vier Bauabschnitte sind vorgesehen, beginnend mit dem Wohnblock Richard-Lattorf-Straße 24 und 26. Eine „Blaupause für das Projekt“ sei das Objekt der KSG im Eichenpark in Langenhagen-Wiesenau, sagte Range. Der im Bezirksrat vorgestellte Entwurf ähnelt optisch diesem Projekt.

„Mir tun wirklich die ganzen Mieter leid“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Sabine Dudda mit Blick auf eine mögliche Mieterhöhung, die auf die Bewohner im Seniorenalter zukomme. Range versicherte: „Wir werden alles dafür tun, die angestammte Bevölkerung nicht zu verdrängen.“

Modulare Bauweise als Teil des Konzepts

Architekt Stefan Feldschnieders stellte die Pläne im Detail vor. „Wir werden mit gleichen Wohnungstypen arbeiten und die gleichen Bäder bauen“, erklärte er. Ein hoher Wiederholungsfaktor und eine modulare Bauweise seien Teil des Konzepts. Die meisten Wohnungen würden barrierefrei.

Weder in den Standards noch in der Qualität der Architektur wolle man Gebäude errichten, „die nach fünf Jahren keiner mehr sehen will“, meinte Range. „Das kann ich Ihnen versprechen.“

Von Benjamin Behrens

Das sind die Architekten

Mit der Konzeption des KSG-Projektes ist das Architekturbüro Feldschnieders und Kister beauftragt worden. Stefan Feldschnieders hat an der Universität Hannover studiert und in mehreren hannoverschen Architekturbüros gearbeitet. Sein Geschäftspartner Tobias Kister erwarb seinen Abschluss an den Unis in Hannover und Stuttgart. Beide waren Mitte der Neunzigerjahre im Bremer Architekturbüro Prof. Schomers und Schürmann tätig. 1996 eröffnete sie ihr gemeinsame Architektenbüro, 2003 zog das Unternehmen nach Bremen um. Im Internet beschreiben die Architekten ihre Unternehmensphilosophie: „Unsere Gebäude entwickeln wir aus zwei Richtungen. Innen steht die Funktion im Vordergrund der Entwurfsüberlegung, außen aber ist das Gebäude nicht solitär, sondern Baustein zur Stadtgestaltung.“

Für den Fachbereich Planen und Stadtentwicklung der Stadt Hannover haben die beiden Architekten bereits Projekte mit Wohncontainern im Laher Feld in Bothfeld-Vahrenheide und in der Feodor-Lynen-Straße in Groß-Buchholz realisiert. Weitere Bauten stehen in der Karlsruher Straße in Mittelfeld, in der Wülferoder Straße in Bemerode sowie am Sahlkamp.

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