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Aus den Stadtteilen Bezirksrat kritisiert Pläne zum Wohnungsbau
Hannover Aus den Stadtteilen

Anderten: Bezirksrat kritisiert Pläne zum Wohnungsbau

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19:00 21.06.2019
Das Architekturbüro Sabo hat das Bauvorhaben schon einmal visualisiert. Quelle: www.homebase2.com
Anderten

Der Bau von 53 Mietwohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses an der Ecke Gollstraße/Lehrter Straße hat einen Rückschlag erlitten. Weil SPD, Grüne und Linke im Stadtbezirksrat unzufrieden mit den Planungen für Sozialwohnungen sind, haben sie einen Beschluss über den Bebauungsplan vertagt und wollen noch beraten. Dadurch ist der Zeitplan nicht mehr zu halten.

Baukomplex aus mehreren Gebäuden

Das Gelände war ursprünglich vom Investor Bauwo erworben worden, dieser hat es jedoch in der Zwischenzeit an die Bauträgerfirma von Hanan Rajabo aus der Wedemark weitergereicht. „Wegen vieler Projekte hat die Bauwo Kapazitätsprobleme“, erläuterte Stadtplaner Johannes Bernhardt im Bezirksrat.

An den grundsätzlichen Plänen hat sich nichts geändert. Entstehen soll ein Komplex mit einem vier- und vier dreigeschossigen Gebäuden sowie Reihenhäusern, sämtlich mit verklinkerten Fassaden und im Niedrigenergiestandard. Zur Lehrter Straße hin ist eine Lärmschutzwand vorgesehen. Photovoltaik soll möglich sein. Autos parken zum Großteil in einer Tiefgarage, außerdem muss der Bauträger 124 Fahrradabstellplätze einrichten, davon mindestens ein Drittel mit Ladepunkten für E-Bikes.

„Verhindern, dass ein Getto entsteht“

14 der 53 Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden, darunter mindestens drei für Mieter mit niedrigem Einkommen und städtischen Belegrechten. Letztere liegen alle in einem Haus – laut Bernhardt eine übliche Anordnung, laut Politikern ein Missstand. Hans-Herbert Ulrich (Linke) lehnt diesen Planungsteil ab, Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite (SPD) sprach von „Diskriminierung der Schwächsten“. Seine Fraktionskollegin Angelika Pluskota sagte, es „gilt zu verhindern, dass hier ein Getto entsteht“. Das wiederum hält die CDU für übertrieben: „Bekennen Sie sich dazu, dass wir Wohnungen schaffen wollen“, forderte Patrick Hoare.

Nach zwischenzeitlicher Sitzungspause wegen Beratungsbedarfs beschlossen die Mehrheitsfraktionen, noch keinen Beschluss zu fassen. Damit kann das Projekt laut Bernhardt nicht mehr wie vorgesehen neben anderen Bauvorhaben noch vor der Sommerpause in Sondersitzungen durch die Ratsgremien laufen. „Die Zeitverzögerung beträgt mindestens vier Monate“, befürchtet der Stadtplaner.

Von Bernd Haase

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