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Anderten Hallenbad: Kostenrisiko bedroht Zeitplan
Hannover Aus den Stadtteilen Anderten Hallenbad: Kostenrisiko bedroht Zeitplan
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06:00 17.03.2019
Das Schild am Eingang des geschlossenen Bades trifft den Nagel nicht ganz auf den Kopf. Quelle: Bernd Haase
Misburg

Die Stadt hat kürzlich das Bieterverfahren zum Neubau des Misburger Hallenbades eingeleitet. Angepeilter Eröffnungstermin ist im Dezember 2022. Ob er sich halten lässt, ist ungewiss. Die Risiken liegen in der Entwicklung der Baukosten, die mit 22,3 Millionen Euro kalkuliert sind.

Becken, Sprungturm und drei Saunen

Das Verfahren sieht vor, dass die Stadt den Ausstattungsrahmen für das Bad vorgibt. Er umfasst unter anderem ein für Wettkämpfe auf Regionsniveau taugliches Sportbecken, ein Lehrschwimmbecken, ein Kleinkindbecken samt zugehörigem Spielattraktionen unter dem Motto „Piraten“, einen Sprungturm mit Drei-Meter-Brett, einen Kioskbereich, eine finnische Sauna, eine Biosauna sowie im Außenbereich eine Erdsauna, eine sogenannte Mehrgenerationenfitnessanlage und eine Terrasse. Die komplette Anlage muss barrierefrei sein. Die Detailplanung übernimmt dann der ausführende Unternehmer.

Bauzeit beträgt zwei Jahre

Laut Zeitplan können sich Bieter bis zum Herbst bewerben. Im Juni 2020 will die Stadt den Zuschlag erteilen. Abriss des nach Baupfusch einsturzgefährdeten und deshalb seit Sommer 2015 geschlossenen vorhandenen Bades sowie Baubeginn des Nachfolgers sind für Januar 2021 geplant. Sollte tatsächlich Ende des Folgejahres eröffnet werden können, lägen zwischen Schließung des alten und Eröffnung des neuen Bades mehr als sieben Jahre. Danach müsste noch das Freibadgelände saniert werden. „Klar ist auch, dass während der Bauphase mindestens eine Freibadsaison verloren geht“, heißt es von Seiten der Stadt.

Stadt will keine Mondpreise zahlen

Im Bezirksrat waren die Politiker wenig erbaut. „Lässt sich das Verfahren nicht abkürzen?“, wollte Klaus Tegeder (SPD) wissen. Nach Angaben von Jörg Gronemann, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement im Rathaus, besteht dafür keine Chance. CDU-Fraktionschef Patrick Hoare sorgte sich um mögliche Kostensteigerungen und ihre Folgen. Laut Gronemann ist zwar im Etat ein entsprechender Puffer eingeplant, aber es sei nicht ausgeschlossen, dass dieser zu knapp wird. „Wir haben im Augenblick einen Anbietermarkt im Baubereich. Mondpreise kann die Stadt aber nicht zahlen“, betonte er.

Investitionsprogramm ist nicht mehr gedeckt

Aufschluss über die Preisentwicklung werden die Ergebnisse des Bieterwettbewerbs bringen. Sollten sich die 22,3 Millionen Euro nicht halten lassen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder könnte die Stadt das Verfahren noch einmal neu starten und auf bessere Resultate hoffen, was den Baubeginn und damit auch die Fertigstellung zwangsläufig verzögern würde. Oder sie speckt an der Ausstattung ab. „Es ist aber unser Ziel, das beschlossene Programm umzusetzen“, sagt Gronemann.

Dass das Preisrisiko durchaus besteht, zeigen jüngste Entwicklungen. Das Bad wird aus dem städtischen Investitionsprogramm finanziert, in dem auch Geld für Kita- oder Schulbauten steckt. Das Volumen liegt bei 520 Millionen Euro. Wegen der Entwicklung der Baukosten reicht die Summe aber jetzt schon nicht mehr aus, um alle Vorhaben zu finanzieren. Es fehlen 92 Millionen Euro, wie Finanzdezernent Axel von der Ohe kürzlich den Ratspolitikern mitgeteilt hat. Tendenz derzeit: steigend. Auch beim Misburger Bad sind die ursprünglich veranschlagten Kosten mittlerweile um mehr als 2 Millionen Euro nach oben korrigiert worden.

Von Bernd Haase

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