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Linden Kein Existenzgründerzentrum im Ihme-Zentrum
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Kein Existenzgründerzentrum im Ihme-Zentrum
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06:35 23.02.2017
Viel Platz, aber nicht für Gründer: Das Ihme-Zentrum. Foto: Kleinschmidt Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover

Schon so manche krisengeschüttelte Immobilie erhielt neuen Glanz, indem sie zum kostengünstigen Startpunkt für Jungunternehmer wurde. Die Halle 96 auf dem Hanomag-Gelände oder das frühere Existenzgründungszentrum an der Davenstedter Straße (heute: Gewerbliches Zentrum Dreiwerk) sind Beispiele für erfolgreiche Revitalisierungen. Auch die Deisterstraße bekam durch die Ansiedlung von Jungunternehmern ein neues, besseres Image. Könnte also nicht auch ein Teil des Ihme-Zentrum als Existenzgründungszentrum (EGZ) aufblühen?

„Nein“, sagt die Stadt - und weist damit einen entsprechenden Antrag des Bezirksrats Linden-Limmer zurück. Nach Rücksprache mit Hannoverimpuls erklären die städtischen Wirtschaftsförderer in einer ausführlichen Begründung, warum ein Existenzgründungszentrum Ihme-Zentrum keine gute Idee ist und die heruntergekommene Betonburg nicht voranbringen würde.

Die Nachfrage reicht nicht aus: Allein in Linden-Limmer gibt es schon vier Standorte, die speziell für Jungunternehmer gedacht sind - die Halle 96, das Unternehmerinnen-Zentrum (UZH) an der Hohen Straße, den CoWorking Space 14 an der Konkordiastraße und das Gewerbliche Zentrum Dreiwerk. „Das ehemalige EGZ an der Davenstedter Straße ist unter anderem deswegen zum Gewerbezentrum umstrukturiert worden, weil die Nachfrage von Existenzgründern an diesem Standort nur noch gering war“, erklärt die Stadt.

Zu wenig Kundschaft

Laut Stadt bringen Existenzgründer kein Publikum: „Fast 80 Prozent aller Gründungen starten als Solo-Selbstständige oder Freiberufler.“ Diese Jungunternehmer seien in der Regel als Sachverständige, Architekten oder Trainer bei der Kundschaft vor Ort tätig. Fazit der Verwaltung: „Ein nennenswerter Publikumsverkehr ist daher nicht zu erwarten.“

Für einen Vermieter seien Jungunternehmer uninteressant, argumentiert die Stadt weiter. Einen Privateigentümer, der vor allem an hohen Mieteinnahmen interessiert ist, halten die städtischen Wirtschaftsförderer nicht für einen guten Vermieter für Existenzgründer. „Gründungszentren erfordern ein professionelles Centermanagement für die Startphase, dessen Aufgaben über die üblichen Leistungen einer gewerblichen Immobilienverwaltung deutlich hinausgehen“, argumentieren die Wirtschaftsförderer.

Flächen nicht einzeln nutzbar

Geeignete Flächen für ein EGZ im Ihme-Zentrum stünden laut Verwaltung erst nach einer umfassenden Sanierung zur Verfügung. „Das Vorziehen der Herrichtung einzelner Teile der ehemaligen Einzelhandelsflächen ist aus bautechnischen Gründen nicht umsetzbar“, schreibt die Stadt. Hinzu kommt: Innerhalb der städtischen Mietflächen im Ihme-Zentrum gebe es keine Kapazitäten für ein EGZ. Die Räume, die durch den Auszug des Fachbereich Gebäudemanagement frei geworden sind, würden als kurzfristige Flächenreserve für den aktuellen Personalaufbau benötigt. „Die ersten beiden Etagen werden bereits in Kürze durch andere Nutzer bezogen“, schreibt die Stadt.

Von Christian Link

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