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Linden Kiez-Fest mündet im Wasserbad
Hannover Aus den Stadtteilen Linden

Kiez statt Kirmes in Hannover: Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit zieht erste Bilanz

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19:31 29.09.2019
Da hat das Wetter mal nicht mitgespielt: Letzte Veranstaltung der Reihe Kiez statt Kirmes, hier am Kötnerholzweg in Linden. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Nachbarschaften gedeihen am besten, wenn man miteinander aktiv Freizeit gestaltet. Nach diesem Motto hat die gemeinnützige Gesellschaft für außergewöhnliche Zusammenarbeit (GfaZ) mit Bundesförderung fünf Stadtteil-Straßenfeste organisiert, in der Nordstadt, Linden und der Calenberger Neustadt. Auch wenn der verregnete Abschluss an diesem Sonntag am Kötnerholzweg nicht ganz so erbaulich war: Insgesamt ziehen die Veranstalter ein positives Fazit.

Öffentlicher Raum gehört allen

Ein bisschen kurios ist es schon. Bis vor Kurzem haben sich Bürger, die ihr Wohnumfeld verbessern wollten, zu Initiativen zusammengeschlossen und im Zweifel beim Bezirksrat um Geld gekämpft. Jetzt läuft es umgekehrt: Der Bund gibt Geld, mit dem Nachbarschaften zusammengebracht werden – in der Hoffnung, dass daraus regelmäßige Initiativen erwachsen. Den Leuten sei das Gefühl abhanden gekommen, dass die Quartiere ihr öffentlicher Raum seien, sagt Magdalene Jackstadt von der GfaZ.

Nachbarn erobern die Straße

Bei den Straßenfesten unter dem Motto Kiez statt Kirmes hätten stets zuerst die Kinder mit Rollern den Straßenraum erobert, berichtet Jackstadt. Erst Stunden später hätten sich dann die Erwachsenen getraut, die Straße zu nutzen. Es gehe darum, den Raum intensiver zu bespielen und Nachbarschaften zu aktivieren. In mehreren Quartieren wollen die Anwohner die Aktionen künftig fortsetzen.

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