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Linden Stadt sichert Zukunft des Platzprojekts
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Stadt sichert Zukunft des Platzprojekts
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09:12 25.12.2015
Neue Container werden auf dem ehemaligen Parkplatz an der Fössestraße angeliefert. Quelle: Moers
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Hannover

Es wächst und wächst. Das selbstverwaltete Kultur- und Gründerzentrum „Platzprojekt“ in der Fössestraße hat sich bereits im eigenen Gründungsjahr zu einem Fixpunkt für die Kreative-Szene und Start-up-Pioniere entwickelt. Längst haben auch die Verantwortlichen der Stadt das neue Potenzial des lange Jahre brachliegenden Parkplatzes am Lindener-Hafen erkannt. Rechtzeitig zur Weihnachtsfeier des Platz-Projekts wurde nun bekannt, dass die Stadt sich um das Vorkaufsrecht an dem Gelände bemüht. Eine Nachricht, die den hoch motivierten Organisatoren die Sicherheit verschafft, dass die Übersee-Container nicht eines Tages wieder so schnell abtransportiert werden, wie sie derzeit auf das Gelände geschafft werden.

„Es hat im Sommer dieses Jahres Gespräche mit der Metro Group gegeben“, bestätigt Stadtsprecherin Anne Ruhrman Gerüchte, die Stadt bemühe sich um ein Vorkaufsrecht an dem Grundstück zwischen dem Real-Supermarkt und der Wabco. Der Verein Platzprojekt begann dort vor einem Jahr mit der Vermietung von günstigen Stellplätzen für Übersee-Container oder andere mobile Heimstätten kreativer Vereine, Betriebe oder Initiativen. Das Gründer- und Kulturzentrum boomt. In der anregend-chaotischen Atmosphäre des „Platzes“, wie die Fläche von Besuchern genannt wird, hat sich unter anderem das „Kleider-Kabinett“ angesiedelt, eine „Bibliothek für Second-Hand-Klamotten“. Die Fahrradwerkstatt „Piracyclex“ hat sich in zwei gestapelten Containern eine Werkstatt eingerichtet. In der „Massage Box“ will eine Gründerin Wellnessangebote und Schulungen offerieren.

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Trotz des über die Grenzen der Stadt hinaus beachteten Erfolgs mussten die ehrenamtlichen Verantwortlichen des Vereins damit rechnen, dass ihr Verpächter, die Metro Group, die Fläche in Zukunft anderweitig nutzen könnte. Etwa als Erweiterung des angrenzenden Wabco-Parkplatzes. Vorstellbar ist auch der Verkauf an einen anderen Investor. Dieser Unsicherheit begegnet die Verwaltung jetzt mit dem Signal an die Metro Group, die Fläche im Verkaufsfall selbst erwerben zu wollen. Aktuell sind auf der Fläche nach Auskunft der Metro allerdings keine Veränderungen geplant. „Die Metro Group hat in absehbarer Zeit keine Verkaufsabsichten für das Gelände des Platzprojekts. Falls sich diese Auffassung ändert, wird die Metro Group die Stadt darüber informieren“, so Ruhrmann.

Oberbürgermeister Stefan Schostok hatte sich bereits im Sommer bei einem mehrstündigen geführten Rundgang von dem Konzept überzeugt. Kulturdezernent Harald Härke war zuletzt häufiger auf dem „Platz“ zu Besuch.

Von Mario Moers

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