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Mitte, Hannover Wird die Lichtskulptur am Kröpcke tiefer gehängt?
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte, Hannover Wird die Lichtskulptur am Kröpcke tiefer gehängt?
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00:17 23.12.2016
Von Andreas Schinkel
Quelle: Thomas
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Hannover

Die Lichtskulptur über dem Kröpcke ist zu weit von den Bürgern entfernt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Das meint zumindest Piraten-Vertreter Jürgen Junghänel im Bezirksrat Mitte. Er schlägt vor, die umstrittene Lampe tiefer zu hängen, damit sie besser zur Geltung kommt und ihren eigentlichen Zweck erfüllt - Licht über Hannovers zentralen Platz auszugießen. „So wie jetzt kann die Installation nicht bleiben, ohne den ständigen Spott der Bevölkerung auf sich zu ziehen“, sagt Junghänel.

Endlich ist es so weit: Die Lichtwolke über dem Kröpcke wurde zum ersten Mal eingeschaltet.

Das wird ein teures Unterfangen. Wie die Stadt auf Junghänels Anfrage im Bezirksrat Mitte mitteilte, kostet das Tieferhängen mindestens eine viertel Million Euro. Kostentreiber sind die Wandverankerungen für die Stahlseile, die das Licht in der Schwebe halten. Zudem scheint die Stadt die Höhe nicht zufällig gewählt zu haben. „Die Leuchte hängt auf dem gleichen Niveau wie das in Sichtweite installierte Beleuchtungsnetz über dem Ernst-August-Platz“, heißt es in der Antwort weiter. Die Kröpcke-Lampe sei daher Teil eines „ganzheitlichen Lichtkonzepts“ für die Innenstadt.

Der Bund der Steuerzahler hält die Leuchte mit ­ihren ­Anschaffungskosten von 350.000 Euro für eine Verschwendung. Nur ein kleiner Teil des Platzes werde ausgeleuchtet, bei Tag falle die Installation kaum auf.

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