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Mitte Bezirksrat will über Asyl-Hotel informieren
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Bezirksrat will über Asyl-Hotel informieren
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07:43 31.07.2013
Von Conrad von Meding
Die Stadt verhandelt über den Kauf des Hotels Flamme in der Oststadt. Sie will dort Flüchtlinge unterbringen. Quelle: Elsner
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Oststadt

Bei einigen Anliegern herrscht aber weiter Skepsis vor: „Ich habe das Gefühl, dass berechtigte Anliegen der Stadtteilbewohner nicht berücksichtigt werden“, sagt etwa Fotograf Herbert Rogge, der in der Nachbarstraße des Hotels wohnt.

2012 hatte die Stadt das Hotel in der Lammstraße von einem Investor mieten wollen, der es als Flüchtlingsheim betreiben wollte. Das Vorhaben scheiterte damals nicht nur am Protest der Nachbarn, sondern auch an den Preisvorstellungen des Investors. Nachdem dessen Geschäft damals aber platzte, kauft die Stadt das Gebäude nun einfach selbst. Sie muss Hunderte Flüchtlinge unterbringen und sucht dafür Unterkünfte.

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„Die Stadt wählt den Weg des geringsten Widerstands“, meint Rogge. Das Viertel hinterm Bredero-Hochhaus habe schon jetzt viele Probleme mit Bordellen, Obdachlosen, Drogenabhängigen und mangelnder Bauunterhaltung durch Gebäudeeigentümer. Der Plan der Stadt, das Gebäude selbst zu kaufen, verschärft nach seiner Ansicht das Problem: „Bisher war von einem Zehnjahresvertrag die Rede, jetzt könnte die Unterkunft eine Dauerlösung werden.“

Bezirksbürgermeister Gast hingegen fordert die Nachbarn auf, „gemeinsam mit uns die Flüchtlinge willkommen zu heißen“. Flüchtlinge gehörten nicht an den Stadtrand gedrängt. Detaillierte Informationen zu der Planung der Stadt werde es öffentlich in der Bezirksratssitzung am Montag, 19. August, ab 18.30 Uhr im Neuen Rathaus am Trammplatz geben.

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