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Mitte Erneut Demo für Rechte von Flüchtlingen
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Erneut Demo für Rechte von Flüchtlingen
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17:01 21.09.2014
Von Jörn Kießler
Erneut haben Flüchtlinge und Unterstützer am Wochenende in der Innenstadt für die Rechte von Flüchtlingen demonstriert.
Erneut haben Flüchtlinge und Unterstützer am Wochenende in der Innenstadt für die Rechte von Flüchtlingen demonstriert. Quelle: Wilde
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Hannover

Bei einem etwa zweistündigen Marsch durch die Stadt forderten die Teilnehmer eine Aufenthaltsgewährung und eine Arbeitserlaubnis für die etwa 40 Flüchtlinge nach Paragraph 23 des Aufenthaltsgesetzes. Bei der Kundgebung äußerte sich eine Sprecherin der Unterstützer des Protestcamps zu der Umfrage, mit der sich die Eigentümergemeinschaft Haus und Grundeigentum an die Anwohner gerichtet hatte. Eine Umfrage halte man für sinnvoll, diese sollte jedoch in einem angemessenen Rahmen stattfinden, so die Sprecherin.

Etwa 250 Menschen haben am Sonnabend rund um den Weißekreuzplatz demonstriert.

Der Vorsitzende des Vereins Rainer Beckmann hatte in der vergangenen Woche 800 Briefe an die Haushalte in der Umgebung des Weißekreuzplatzes geschickt, „um ein richtiges Meinungsbild der Betroffenen Anwohner zu erstellen“, wie Beckmann erklärte. „Verschiedene Anwohner sagten uns, dass manche Formulierungen des Briefes eine bestimmte Beantwortung und Meinung nahelegten“, sagtew am Sonnabend die Sprecherin der Unterstützer. Auch bei der HAZ hatten sich Bewohner des Bereiches gemeldet und die Aktion von Haus und Grundeigentum kritisiert.

Unterstützung erhält Beckmann jedoch von den Hannoveranern. In einer Pressemitteilung der unabhängigen Wählergemeinschaft begrüßt deren Vorsitzender Jens Böning ausdrücklich, „dass eine nicht-politische Organisation wie der Verein Haus- und Grundeigentum die Anlieger des Weißekreuzplatzes zum sogenannten Protestcamp befragt“. Die Partei ist der Meinung, dass die Mehrheit der betroffenen Anwohner mit der Besetzung des Platzes in der List arrangiert hat.

„Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Anwohner dafür Verständnis haben, warum wir hier sind“, sagte hingegen die Sprecherin der Unterstützer. Anfangs habe es ein paar Beschwerden wegen zu lauter Musik gegeben, seit die Sudanesen aber darauf achteten, keinen Krach zu machen, gebe es keine Probleme mehr.

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