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Mitte Grundwasser flutet Innenstadttunnel
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Grundwasser flutet Innenstadttunnel
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11:01 11.01.2012
Von Conrad von Meding
Undicht: Der Tunnel Volgersweg unter der Berliner Allee hat schon wieder Baumängel. Quelle: Steiner
Mitte

Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl sprach von „Schikanen“, die es seit mehreren Jahren wegen ständiger Baumängel in dem Tunnel gebe.

Das Betonbauwerk liegt im Grundwasser, es ist aufwendig gegen eindringendes Wasser geschützt – aber offenbar nicht aufwendig genug. „Durch die Fugen ist Wasser eingedrungen“, sagte Stadtbezirksmanagerin Claudia Göttler am späten Montagabend im Bezirksrat Mitte. Die Fugen würden in diesen Tagen saniert. Die Sperrung sei aber auch deshalb nötig, weil sich durch den Wassereinbruch Gehwegplatten verschoben hätten und daher die Sicherheit für Passanten nicht mehr gewährleistet sei. Bezirksratsherr Joachim Albrecht (CDU) empfahl der Stadt, sich von ihrer Tochtergesellschaft Union Boden beraten zu lassen: „Die direkt benachbarte Tiefgarage Raschplatz liegt noch tiefer – da scheinen die Fugen zu halten.“ Der Bezirksrat befasste sich noch mit weiteren Themen:

Schmiedestraße als Fahrradstraße: Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion beschloss das Gremium, dass die Stadt weitere Straßen in der Innenstadt als Vorrangstraße für Radfahrer ausweisen soll, etwa die Schmiedestraße an ihrem Nordende, wo sie parallel zur Fußgängerzone Georgstraße verläuft. CDU-Mann Dieter Prokisch kritisierte, für Fußgänger würde das Queren der Straße möglicherweise noch gefährlicher. Martin Nebendahl (Grüne) wies dies als „Unsinn“ zurück.

Raschplatz-Pavillon: Fast hätte der Bezirksrat den Zeitplan zur Modernisierung des Veranstaltungszentrums Pavillon am Raschplatz gekippt. Die CDU wollte das Thema zur Beratung zurückstellen, weil sie Fragen zur Energieeffizienz und zur künftigen Parkplatzsituation klären wollte und die Verwaltungsvorschläge zu kurzfristig gekommen seien. Helga Christensen vom Vorstand des Trägervereins richtete einen dringenden Appell an das Gremium, das ausgefeilte Sanierungskonzept nicht durch Verzögerungen zu gefährden. Der Bezirksrat stimmte schließlich mit rot-grüner Mehrheit zu – aber auch Paulo Dias (SPD) monierte, man wolle sich nicht zu häufig von der Stadtverwaltung mit zu kurzfristigen Beschlussvorschlägen „die Pistole auf die Brust setzen lassen“.

Museen zusammenlegen: Im Zuge der Haushaltsberatungen schlug die CDU-Fraktion vor, das Historische Museum mit dem Museum August Kestner zu verschmelzen, um Geld in Führung und Verwaltung zu sparen. Auch könne auf den eine Million Euro teuren Umbau der Karmarschstraße verzichtet werden, der nötig wird, damit der neue Aufzug ohne Unterbrechung von der U-Bahnsteig-Ebene zur Straßenebene fährt. Beide Vorschläge fanden keine Mehrheit. Stattdessen wurde interfraktionell gefordert, dass die Stadt wieder mehr Geld für die Aufwertung von Schulhöfen und Spielplätzen in den Haushalt einplanen soll.

Zwischen Raschplatz-Pavillon und der Cityring-Hochstraße plant die Stadt einen Modellversuch: Eine Mobiltoilette soll dort so installiert werden, dass sie vandalismussicher ist und in ihrer Erscheinung eher an ein Kunstwerk als einen Abort erinnert.

Conrad von Meding 11.01.2012

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