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Mitte Landeshauptstadt drängelt bei der D-Linie
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Landeshauptstadt drängelt bei der D-Linie
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22:36 03.11.2011
Von Mathias Klein
Oben oder unten - wie die Linien 10 und 17 zukünftig fahren sollen, ist noch nicht klar. Quelle: Ralf Decker
Hannover

„Es wird Zeit, sich aufzumachen und das Projekt zu bewegen“, sagte Bodemann am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die moderne Tram – eine Chance für Hannover“ vor rund 200 Zuhörern. „Die Situation in der Kurt-Schumacher-Straße und in der Goethestraße beginnt sonst, zu einem Planungsschaden zu werden“, sagte er. Der Stadtbaurat sprach sich für eine oberirdische Streckenführung aus. „Das wäre eine wunderbare Vision, die nicht nur dem öffentlichen Nahverkehr etwas bringen würde, sondern den ganzen Stadtbereich kultivieren würde.“

Nach den Worten des Verkehrsdezernenten der Region, Ulf-Birger-Franz, stellt die Verwaltung bis zum Jahresende die Vor- und Nachteile von Niederflur und Hochflur für die sogenannte D-Linie zusammen. Im ersten Quartal des kommenden Jahres soll es dann eine Debatte über die städtebauliche Gestaltung der Kurt-Schumacher-Straße und der Goethestraße geben. Franz sprach sich für ein eigenes Gleisbett für die Bahn aus. „Denn sonst wäre sie zu langsam“, sagte er. Das Niederflursystem sei teurer – wegen zusätzlicher Werkstätten und möglicherweise höherer Anschaffungskosten der Wagen.

In der von HAZ-Redakteur Conrad von Meding geleiteten Diskussion setzte sich Städteplaner Prof. Michael Braum vehement für die Niederflurtechnik ein. Die einzelnen Verkehrsteilnehmer sollten nicht voneinander getrennt werden, meinte er. Es sei zukunftsweisend, wenn Busse und Straßenbahnen sowie Autos, Fahrräder und Fußgänger sich im Stadtverkehr gleichberechtigt bewegen würden. Die Niederflurtechnik verhindere Barrieren in den Straßen. Unterstützung erhielt Baum von Cay Lienau vom Verkehrsclub Deutschland. Ein Anfang mit der Niederflurtechnik „wäre die Keimzelle für ein Netz, das auch die Sallstraße, die Bödekerstraße und den Zoo mit einbezieht“, sagte er.

Üstra-Chef André Neiß, in dessen Räumen die Diskussion stattfand, lehnt das aber ab. „Einen Systemwechsel einzuführen halte ich für sehr gefährlich“, sagte Neiß zu Niederflurbahnen. Durch die Einführung einer weiteren Technik nehme man dem Stadtbahnsystem die Flexibilität. Außerdem seien die Hochbahnsteige ideal für die Barrierefreiheit. Neiß unterstützt den sogenannten Scheelhaase-Vorschlag. Der langjährige Leiter des früheren städtischen U-Bahn-Bauamtes hatte angeregt, die von Ahlem über Linden in die Innenstadt fahrenden Bahnen zumindest teilweise durch den Tunnel fahren zu lassen.

Eine helle Ziegelfassade mit verschnörkelten Reliefs, davor eine breite Fußgängerpromenade – so soll sich das bisher als Schmuddelecke geltende Areal am Ausgang der Hamburger Allee in knapp zwei Jahren präsentieren. Dem richtigen Entwurf für den Umbau lieferte der Kopenhagener Architekt Lorenzen.

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