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Mitte Leinebrücke wird durch Neukonstruktion ersetzt
Hannover Aus den Stadtteilen Mitte Leinebrücke wird durch Neukonstruktion ersetzt
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16:00 14.09.2018
Die alte Geh- und Radbrücke in Verlängerung der Hardenbergstraße muss deinstalliert werden. Quelle: Michael Zgoll
Mitte

Die Geh- und Radwegbrücke in Verlängerung der Hardenbergstraße muss abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt werden. Die Holzträger im Inneren sind großflächig und tiefgreifend verfault, eine Sanierung ist laut Tiefbauamt nicht möglich. Der Bezirksrat Mitte stimmte in seiner jüngsten Sitzung einmütig einem Austausch der Leinebrücke zu, der 600 000 Euro kosten soll – votierte mit Blick auf das Geländer allerdings für eine andere Optik.

Die Brücke stellt eine Verbindung zwischen dem Behördenviertel mit Polizeidirektion und verschiedenen Ministerien sowie Maschpark und Rathaus her. 1941 wurde hier ein erster Leitersteg als Zuweg zu Luftschutzeinrichtungen gebaut, 1977 ersetzte die Stadt die alte Konstruktion durch die bis heute existierende Holzbrücke. Nach der Jahrtausendwende entdeckte man massive Schäden an dem 3,90 Meter breiten und 23,50 Meter langen Bauwerk, deshalb wurde die marode Oberfläche 2007 mit aufgedübelten Platten überspannt. Jetzt aber, so das Tiefbauamt, sei eine nochmalige Sanierung aufgrund der tiefliegenden Schäden nicht mehr möglich.

Asphalt statt Holzbohlen

Als Ersatz plant die Verwaltung den Bau einer Stahlbetonverbundbrücke, die zehn Zentimeter breiter ist als das jetzige Bauwerk. Die Oberfläche wird asphaltiert, die Steigung der Rampe von 9 auf 6 Prozent verringert. Das 1,30 Meter hohe Geländer soll nach Auffassung der Planer eine „besondere, auf den historischen Maschpark ausgerichtete Gestaltung“ mit wellenförmig ausgerichteten Stäben erhalten, die „leicht und spielerisch“ angeordnet sind. Doch dieses Spielerische stößt bei den Bezirksratspolitikern aus Mitte auf wenig Gegenliebe. Sie fordern eine Überprüfung, ob das neue Bauwerk nicht mit senkrechten Geländerstäben in Holz versehen werden könne. „Aufgrund der naturnahen Lage der Brücke ist es wünschenswert, wenn die bisherige Anmutung in ihrem Kern erhalten bleiben könnte, sodass sie sich in die umgebende Landschaft optimal einpasst“, heißt es in dem von der FDP vorgelegten und einstimmig gebilligten Antrag.

Frühjahr 2019 soll Bau beginnen

Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein, die Fertigstellung der Brücke ist für Herbst 2019 geplant. Da der Neubau an der gleichen Stelle wie die alte Holzkonstruktion stehen wird, ist eine Vollsperrung der Querung notwendig. Die Umleitung führt über die Friederikenbrücke, der Hannah-Arendt-Weg wird während der Bauarbeiten gesperrt. Außerdem sind einige Parkplätze am Ende der Hardenbergstraße sowie Teile des östlichen Uferbereichs für Baustellenmaterial und Maschinen reserviert.

Kommentar: Kleine Brücken müssen sicher sein

Marode Brücken: Dieses Thema ist nach der Katastrophe rund um die eingestürzte Autobahnbrücke in Genua wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. In Hannover ist es vor allem die angeschlagene Südschnellweg-Konstruktion, die von sich reden macht; zum Glück ist hier noch nichts Schlimmes passiert. Doch auch im Kleinen gibt es ständig Sanierungsbedarf. So lässt die Stadt derzeit etliche Geh- und Radwegbrücken erneuern, in Davenstedt, in Limmer oder der Calenberger Neustadt nahe der Braunstraße. Der Grund: Viele Holzkonstruktionen sind baufällig. Dass der Bezirksrat Mitte nun in Hinblick auf das Geländer des geplanten Neubaus der Hardenbergbrücke andere Vorstellungen hat als die Verwaltung, kann man getrost als Luxusproblem betrachten. Beide Vorschläge – ob geschwungene oder gerade Stäbe – sind akzeptabel und dürften der Freude über eine sichere Leinequerung keinen Abbruch tun.

Von Michael Zgoll

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