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Nord 120 Flüchtlinge ziehen neben Discounter
Hannover Aus den Stadtteilen Nord 120 Flüchtlinge ziehen neben Discounter
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13:00 10.06.2015
Etwa 120 Bürger informierten sich bei einer Versammlung über die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Straße Alt-Vinnhorst. Quelle: Mario Moers
Hannover

Vergangene Woche informierten Vertreter der Stadt, des Bezirksrats und der Polizei rund 120 Bürger im Gasthof Trocadero über Bau und geplante Unterbringung.

Bereits diesen Herbst sollen rund 120 Flüchtlinge in die geplante Containersiedlung neben dem Netto-Markt an der Straße Alt-Vinnhorst einziehen. Auf der Wiese am Stadtrand werden gerade die Anschlüsse für die Flüchtlingsunterkunft verlegt. Vergangene Woche informierten Vertreter der Stadt, des Bezirksrats und der Polizei rund 120 Bürger im Gasthof Trocadero über Bau und geplante Unterbringung.

Zu Beginn wies Michael Heesch, Fachbereichsleiter Planen und Stadtentwicklung, auf die angespannte Unterbringungssituation hin. In Hannover sind derzeit 14 Containersiedlungen geplant, die etwa 1500 Flüchtlingen ein vorübergehendes Zuhause bieten sollen. Das städtische Grundstück an der Straße nach Godshorn erfüllt aus Sicht der Verwaltung alle Voraussetzungen für einen kurzfristig realisierbaren Containerstandort: schnelle Verfügbarkeit des Grundstücks, Einkaufsmöglichkeiten sowie Nähe zu einem Wohngebiet und öffentlichen Verkehrsmitteln. „Es liegt auf der Hand, dass Stadtteile am Rand eher freie Standorte bieten als zentrumsnahe Stadtteile“, erläuterte Heesch.

Dorf aus Wohnmodulen

Neben dem Supermarktparkplatz soll eine Art kleines Dorf aus Wohnmodulen entstehen. „Wir stellen eine speziell angefertigte Containeranlage auf, die Architekten für die Stadt entworfen haben.“ Dabei werden jeweils mehrere Container zweigeschossig um einen Innenhof gruppiert. In diesen Wohneinheiten können 38 Personen unterkommen. Die gesamte Siedlung soll etwa 120 Flüchtlingen Platz bieten. Zusätzlich sind Räume für Verwaltung, Pförtnerdienst, Sozialarbeiter sowie Kinderbetreuung oder Gemeinschaftsaktivitäten vorgesehen. Die soziale Betreuung übernehmen drei bis vier Sozialarbeiter. Ein Pförtner ist rund um die Uhr im Dienst. Der Betreiber der Einrichtung wird genauso wie der Lieferant der Container in einer europaweiten Ausschreibung ermittelt. „Wir hoffen, dass wir bereits im September die ersten Bewohner willkommen heißen können“, kündigte Heesch an.

Mehrere Anwohner hatten Fragen zur konkreten Belegung der Siedlung. Andere sorgten sich um Sicherheit und Ordnung. Ein Kommentar, der auf das Konfliktpotenzial von Bewohnern unterschiedlicher Nationalitäten anspielte, erntete großen Beifall.

Die Vinnhorsterin Angelika Becker hat in einem Hefter Nachrichten und Zeitungsartikel zu Flüchtlingsthemen gesammelt. Die große Anzahl der Flüchtlinge in Hannover beunruhigt sie. Carsten Meyer, Polizeikontaktbeamter im Stadtbezirk, sieht allerdings keinen Grund zur Beunruhigung. „Die Obdachlosenunterkunft an der Schulenburger Landstraße beschäftigt uns deutlich mehr als die Flüchtlingswohnheime“, erklärte Meyer. Er versicherte, dass die Kriminalität in deren Umfeld nicht auffällig gestiegen sei. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Unterkünfte für das Umfeld unproblematisch sind“, ergänzte Heesch. Eine weitere Informationsveranstaltung ist geplant. Dann soll auch über den Aufbau eines Unterstützerkreises in der Nachbarschaft gesprochen werden.

Von Mario Moers

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