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Nord 1300 Franzosen reisen zum Conti-Protest an
Hannover Aus den Stadtteilen Nord 1300 Franzosen reisen zum Conti-Protest an
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21:15 21.04.2009
Von Bernd Haase
3000 Teilnehmer, 1300 davon aus Frankreich: Die Gewerkschaften erwarten am Donnerstag eine große Demonstration. Quelle: Rainer Surrey

Unter ihnen werden 1300 Nordfranzosen aus Clairoix sein. „Wir erwarten, dass sie sich an die Regeln halten, die das deutsche Demonstrationsrecht vorgibt“, erklärt die Polizei. Autofahrer auf dem Cityring müssen in der Zeit von 8 Uhr bis etwa 8.30 Uhr mit Behinderungen rechnen.

Die Conti-Beschäftigten ziehen gegen die vom Konzernvorstand beabsichtigte Schließung der Werke in Stöcken und in Clairoix zu Felde, die insgesamt 1900 Arbeitsplätze kosten würde. „Es ist die erste Kundgebung mit ausländischen Kollegen, die wir machen“, sagt Ralf Rademacher von der Gewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE). Dazu erwarten die Organisatoren neben der Stöckener Belegschaft sowie Abordnungen von weiteren deutschen Standorten wie Regensburg und Berlin auch die Franzosen, die um kurz vor 8 Uhr mit einem Sonderzug aus Paris am Hauptbahnhof eintreffen. Von dort aus ziehen sie dann über Raschplatz, Berliner Allee, Schiffgraben, Fritz-Behrens-Allee am Zoo vorbei zum Theodor-Heuss-Platz vor dem HCC. Dort läuft bis 11.30 Uhr eine Kundgebung, auf der sowohl führende deutsche als auch französische Gewerkschafter sprechen.

Die Conti-Beschäftigten aus Clairoix haben bei verschiedenen Gelegenheiten Gepflogenheiten an den Tag gelegt, die in ihrer Heftigkeit über diejenigen bei deutschen Kundgebungen hinausgehen. Erst am Dienstag nahmen sie ein Verwaltungsgebäude auseinander, zu anderen Gelegenheiten brannten Reifen, wurden Geschäftsführer mit Eiern beworfen und Werkstore blockiert. „Wir haben mit den Kollegen eingehend gesprochen. Sie haben uns zugesagt, dass alles gesittet bleiben wird“, sagt Rademacher. Es wird einen deutsch-französischen Ordnungsdienst geben, außerdem will man den Gästen auch kulinarisch entgegenkommen – mit französischem Kaffee und Baguettes.

Bei der Polizei sieht man keinen Anlass zu einem massiven Aufgebot, traut aber dem Braten auch nicht so ganz. „Wir werden die Gäste auf dem Bahnsteig empfangen und ihnen ein Informationspapier überreichen“, sagt eine Sprecherin. Dort werden neben Willkommensgrüßen und besten Wünschen Hinweise auf die Rechtsordnung vermerkt sein, die etwa Abweichungen von der Demonstrationsroute und Blockaden verbietet sowie ein Vermummungsverbot vorsieht. „Das sind laut Gesetz Straftaten, bei denen wir einschreiten müssten“, stellt die Sprecherin klar. Den Autofahrern empfiehlt sie, den City-Ring im Bereich Hauptbahnhof während der Demonstration zu meiden und möglichst auf Busse und Bahnen auszuweichen.

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