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Nord 569 neue Kitaplätze für den Norden
Hannover Aus den Stadtteilen Nord 569 neue Kitaplätze für den Norden
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14:22 09.07.2014
Von Anne Grüneberg
Im April hat die Kita der Continental Richtfest gefeiert, im August soll sie eröffnen. Quelle: Blickpunkt Photodesign
Hannover

Bis 2017 will die Stadt in zwei Ausbaustufen 900 neue Plätze in Krippen sowie 500 in Kindergärten schaffen. Erste Pläne liegen bereits vor. Im Norden sollen insgesamt 365 Krippenplätze für Ein- bis Dreijährige und 204 Kindergartenplätze für Drei- bis Sechsjährige entstehen. 320 Krippenplätze davon werden bereits in der Planungsphase 2014/15 fertig, die übrigen 45 bis zum Jahr 2017. Die 204 Kindergartenplätze sollen alle bis spätestens Ende 2015 geschaffen werden. Für den stadtweiten Ausbau rechnet die Verwaltung mit Ausgaben von 34 Millionen Euro. Wie viel davon auf die einzelnen Projekte entfallen, steht noch nicht fest.

Im Vergleich der nördlichen Stadtbezirke ist die Versorgung mit Krippenplätzen im Bezirk Nord am besten. Bis Ende 2014 kann dort rund 72 Prozent der ein- bis dreijährigen Kinder ein Krippenplatz angeboten werden. Im Bezirk Bothfeld-Vahrenheide liegt die Versorgungsquote dagegen nur bei rund 49 Prozent (siehe Grafik). Bei den Kindergartenplätzen der Drei- bis Sechsjährigen schneidet der Stadtbezirk Mitte am besten ab. Dort liegt die Versorgungsquote bis Ende 2014 bei 114 Prozent - es gibt also mehr Plätze als Kinder im Stadtbezirk. Laut Stadtsprecherin Konstanze Kalmus sind die Kindergartengruppen aber trotzdem voll ausgelastet. „Die Plätze werden von Kindern aus anderen Bezirken in Anspruch genommen“, so Kalmus.

Die Vorhaben der ersten Planungsphase 2014/15 im Einzelnen:

Mitte: In Mitte sollen bis Ende 2015 an fünf Standorten insgesamt 100 weitere Krippen- und 50 Kindergartenplätze entstehen. Zwei Krippengruppen à 15 Kinder werden in der Kita Villa Luna dazukommen. Der private Betreiber hat für den Ausbau zusätzliche Räume in der Brühlstraße 9 angemietet. Schon jetzt werden 75 Kinder in der Einrichtung betreut. Wesentlich kleiner ist die neue Kita Marktstraße, die der Elternverein Glückskinder e.V. betreibt. Der Verein mietet die Räume in der Marktstraße 40 seit April diesen Jahres an - zehn Krippenkinder können dort betreut werden. Noch unklar ist, wer die neue Kita im Neubaugebiet am Klagesmarkt betreiben soll. Bis Ende 2015 soll das Gebäude der Immobiliengesellschaft GBH so weit fertig sein, dass 30 Krippenkinder in den Räumen betreut werden können. Im Zooviertel wurde auf dem gemeinsamen Sportplatz von Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium sowie Sophienschule übergangsweise eine Containeranlage errichtet, die nach derzeitigem Stand drei Jahre bestehen bleiben soll. 30 Krippen- und 50 Kindergartenkinder werden seit 1. Juli stufenweise aufgenommen, Träger ist das Christliche Jugenddorf.

Vahrenwald: Die Arbeiterwohlfahrt wird die Kita Johannes-Lau-Hof um zwei Krippengruppen und 30 Plätze erweitern. Dafür ist ein Neubau geplant, der allerdings nicht vor Ende 2015 fertig sein wird. Die Kita Johannes-Lau-Hof ist eine Außenstelle des Horts Alemannstraße, bisher gibt es eine Kindergartengruppe mit 25 Jungen und Mädchen.

Sahlkamp: Im Lankwitzweg im Sahlkamp lässt ebenfalls der Träger bauen, dort will der Elternverein der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze in einem Neubau schaffen.

Leinhausen: Die katholische Kindertagesstätte St. Adalbert in der Stöckener Straße baut ihr Angebot aus. In einem Anbau können künftig 15 zusätzliche Krippenkinder betreut werden, bisher sind es 50 Kinder.

Stöcken: Gegenüber des VW-Nutzfahrzeugwerks (VWN) in Stöcken entsteht mit dem „Bulli-Garten“ eine betriebsnahe Kinderbetreuung für insgesamt 94 Kinder. Es wird drei Krippengruppen für VWN-Beschäftigte und zwei öffentliche Krippengruppen geben, außerdem wird eine altersübergreifende Kindergartengruppe eingerichtet. Die Bauarbeiten haben im März diesen Jahres begonnen und werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Besondere an der betriebsnahen Kita sind ihre Öffnungszeiten: Entsprechend der Frühschichten wird die Betreuung bereits ab 5.30 Uhr angeboten. Die Kinder müssen spätestens nach zehn Stunden abgeholt werden, die Kita schließt um 18.30 Uhr.

Hainholz: Die Kita Vinnhorster Weg in Hainholz hat seit April 2014 eine neue Krippen- sowie eine integrative Kindergartengruppe für 14 Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderung. Sie sind in einem Anbau am Hauptgebäude im Vinnhorster Weg 152 untergebracht. Insgesamt werden in der Einrichtung nun 130 Kinder in acht Gruppen betreut.

Nordstadt: In der Vorderen Schöneworth baut ein Investor ein mehrgeschossiges Gebäude, in das im Erdgeschoss fünf Kita-Gruppen einziehen sollen. So wird Platz für 45 Krippenkinder und 50 Jungen und Mädchen im Kindergartenalter geschaffen. In den oberen Stockwerken werden Wohnungen eingerichtet. Noch ist kein Betreiber für die Kita gefunden, sie soll aber nach Möglichkeit im Frühjahr 2015 den Betrieb aufnehmen. In die neugebaute Kita am Herrenhäuser Kirchweg / An der Strangriede, sollen noch in diesem Jahr die Kinder der städtischen Kita Haltenhoffstraße umziehen. Die alten Räume in der Nähe des Nordstadtkrankenhauses sind sanierungsbedürftig und in verschiedenen Gebäuden auf dem Klinikgelände untergebracht - das wollte die Stadt ändern. Zusätzlich zu den 90 Kindern aus der Kita Haltenhoffstraße bietet der Neubau künftig Platz für fünf neue Krippen- und 30 neue Kindergartenkinder.

Vinnhorst: Die Continental AG baut eine eigene Kindertagesstätte in Vinnhorst. Die Betriebskita entsteht am Ehlvershof 57 und soll am 1. August starten. Die Kita bietet Platz für rund 45 Mitarbeiterkinder im Alter von acht Wochen bis sechs Jahren. Bisher verfügt Conti über 21 Plätze in drei bestehenden Kitas, für die starke Nachfrage bei Mitarbeitern besteht. Diese Kooperationen sollen beibehalten werden. In der neuen Kita können die Kinder zwischen 7 und 18 Uhr betreut werden.

Hintergrund der Offensive der Stadt ist, dass Eltern seit August 2013 neben dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz auch einen Anspruch auf Betreuung für Ein- und Zweijährige in der Krippe oder bei einer Tagesmutter haben. Bislang war das Angebot ausreichend. Wenn die Zahl der Kinder in Hannover durch Zuzüge und Geburten aber weiterhin steigt, werden die Plätze knapp. Während die Planer zu Beginn des Krippenausbaus noch mit 9000 Kindern in dem Alter rechneten, müsse man jetzt von 9700 Mädchen und Jungen ausgehen, sagt Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter.

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