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Nord Ärger um Hundekot im Georgengarten
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Ärger um Hundekot im Georgengarten
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12:30 26.06.2014
Von Bärbel Hilbig
Der gelbe Kasten mit Tüten, hier am Welfengarten, ist meist leer. Quelle: Felix Schledding
Hannover

Lange wohnt Eva Jacob-Pietsch noch nicht in der Nähe des Georgengartens. Umso mehr lobt sie das grüne Idyll in höchsten Tönen. „Das ist wirklich ein Vorzeigepark. Aber es fehlen Tütenspender für die Hundebesitzer“, sagt die junge Mutter. Sie schilderte jetzt in der Einwohnerfragestunde des Bezirksrats Nord ein Malheur, dass ihrer 15 Monate alten Tochter vor Kurzem passierte, die mit der Hand in den Hundekot griff. „So schnell kann man als Eltern manchmal gar nicht gucken.“

Manche Hundebesitzer seien einfach wenig vorausschauend, sagt Jacob-Pietsch. „Sie lassen ihre Hunde laufen und haben kein Tütchen dabei.“ Die junge Mutter bot sich auch gleich an, die neuen Tütenspender, sollten sie denn aufgestellt werden, selbst ehrenamtlich als Patin mit Säckchen zu füllen.

In der Nordstadt stehen bereits an mehreren Stellen Tütenspender. Ehrenamtliche bekommen vom Bezirksrat Geld und bestücken die Behälter mit den Tütenrollen. In Vinnhorst hat der Bezirksrat vor Kurzem zwei Behälter installieren lassen. Detlev Schmidt-Lamontain (SPD) schlug vor, am besten an jedem Parkeingang zum Georgengarten einen Tütenspender zu platzieren. Das erschien Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke (SPD) angesichts der zahlreichen offenen Zugänge etwas üppig. Patrick Drenske (Grüne) sprach sich zumindest für mehr als zwei Standorte aus.

Allerdings hat die Initiative, die mit Sponsoren vor mehreren Jahren 13 Tütenspender im Stadtteil aufgestellt hat, eher schlechte Erfahrungen gemacht. „Viele Spender sind gestohlen oder zerstört worden“, sagt die Ehrenamtliche Sigrid Brandes. Auch die Zahl der Paten ist stark geschrumpft. Aktuell kümmert sich Brandes mit einem weiteren Freiwilligen um sechs Tütenhalter - und sucht Mitstreiter. Oft findet Brandes die kleinen Behälter zerbeult und komplett mit Zetteln verklebt vor. Manchmal füllt sie Mittwoch 200 Tütchen nach, bereits Sonnabend sind alle verschwunden. „Die Beutel sind eigentlich nur für den Notfall gedacht. Aber manche Leute nehmen sich gleich zehn Stück oder mehr mit. Das ist sehr frustrierend.“

Für eine der nächsten Bezirksratssitzungen ist dennoch ein Antrag für neue Tütenspender, dann am Georgengarten, in Vorbereitung. Darin werden zunächst drei Standorte für die Kästen vorgeschlagen: am Eingang zum Park vom Königsworther Platz aus, am Milchhäuschen kurz vor dem Großen Garten und in der Nähe der Liegewiese vor dem Wilhelm-Busch-Museum. Denkbar sei auch eine Stelle mittig auf Höhe der Leibniz Universität, sagt Bezirksbürgermeisterin Geschke. Sie schätzt, dass der Bezirksrat für das Aufstellen rund 1000 Euro aus seinen eigenen Mitteln aufwenden müsste. „Im Grunde könnte man an jeder Ecke so einen Tütenspender hinstellen. Aber man sollte Bürgern auch nicht jede Eigenverantwortung abnehmen.“

n Freiwillige gesucht: Bürger, die sich als Paten um das Befüllen von Tütenspendern kümmern wollen, können sich per E-Mail unter sigrid.brandes@t-online.de melden.

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