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Nord „Antimilitaristen“ bekennen sich zum Brandanschlag
Hannover Aus den Stadtteilen Nord „Antimilitaristen“ bekennen sich zum Brandanschlag
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22:09 07.06.2012
Von Andreas Schinkel
Im Bundeswehr Diensleistungszentrum an der Strasse Alter Flughafen sind 13 Fahrzeuge ausgebrannt. Quelle: Geoffrey May
Vahrenheide

Damit sind Aktivisten aus dem linken Milieu gemeint, die sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr wenden. „Was wir hier sabotieren, kann woanders keinen Schaden anrichten“, heißt es in dem Bekennerschreiben. Hannover solle sich „bedingungslos zur militärfreien Stadt“ erklären. „Das Schreiben wird noch geprüft, wir haben aber den Eindruck, dass es authentisch ist“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Auf dem Gelände des Dienstleistungszentrums der Bundeswehr am Alten Flughafen waren am frühen Mittwochmorgen 13 Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Die Polizei entdeckte einen Benzinkanister und ein Loch im Maschendrahtzaun. Experten der Wehrbereichsverwaltung begutachten derzeit die ausgebrannten Fahrzeuge. „Vermutlich ist alles Schrott“, sagt Pressesprecherin Nicole Burbach-Wilm. Auf zwei Wagen habe das Feuer erstaunlicherweise nicht übergegriffen. „Wir werden das Gelände jetzt noch mit Stacheldraht sichern.“

Brandstifter haben am frühen Mittwochmorgen auf dem Bundeswehr-Gelände in Vahrenheide 13 Fahrzeuge angezündet. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Die Umstände der Tat verursachen bei der Bundeswehr Stirnrunzeln. „Das Gelände wird von Kameras überwacht, aber die Täter sind genau dort eingestiegen, wo es tote Winkel gibt“, sagt Burbach-Wilm. Die Polizei wertet das Bildmaterial der Kameras derzeit aus. Gewöhnlich, so die Wehrbereichs-Sprecherin weiter, seien auf dem Gelände in Vahrenheide nur wenige Dienstwagen geparkt. Am Tag vor dem Anschlag aber wurde eine ganze Flotte fabrikneuer Lastwagen, Bullis und Pritschenwagen abgestellt, die später auf andere Dienststellen verteilt werden sollten. Ein „merkwürdiger Zufall“ sei es, dass die Täter in der darauffolgenden Nacht einbrachen und so den größtmöglichen Schaden anrichten konnten.

Der Anschlag wirft einen Schatten auf das Sommerbiwak der Panzerdivision, das Ende des Monats im Stadtpark stattfinden soll. Über das Sicherheitskonzept für die Veranstaltung werde man jetzt reden müssen, heißt es vonseiten der Panzerdivision. In den vergangenen Jahren ist es im Vorfeld des Festes immer wieder zu Protestaktionen und Sachbeschädigungen gekommen.

Das Friedensbüro Hannover, das Demonstrationen gegen das Biwak mitorganisiert, geht auf Distanz zu den Brandstiftern. „Solche Leute sind nicht Teil der Friedensbewegung“, sagt Mitarbeiter Klaus Falk. Parteiübergreifend verurteilen Ratspolitiker die Anschläge. Oberbürgermeister Stephan Weil sagte, das Bekennerschreiben sei „Ausdruck einer zynischen Haltung gegenüber der Bundeswehr.“

Diese Haltung werde von der überwältigenden Mehrheit der hannoverschen Bevölkerung abgelehnt und verurteilt. Die Stadt Hannover habe mit der Bundeswehr in vielen Jahrzehnten sehr gute Erfahrungen gemacht.

Nord Feuer bei der Bundeswehr - Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag

Der Staatsschutz ermittelt, die Politik ist alarmiert. Nachdem unbekannte Täter am Mittwoch 13 Fahrzeuge der Bundeswehr angezündet haben, stehen die Ermittlungen noch ganz am Anfang. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 600.000 Euro.

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