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Nord Betreutes Wohnen in alten Gemächern
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Betreutes Wohnen in alten Gemächern
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20:33 29.01.2014
Von Kristian Teetz
Der Präsident der Klosterkammer, Hans-Christian Biallas, die Geschäftsführerin der Diakonie Station Hannover, Monika Grefe und Äbtissin Rosemarie Meding stehen vor dem ehemaligen Gärtnerhaus am Kloster Marienwerder. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Marienwerder

Das Kloster Marienwerder wird zur Baustelle. Die Klosterkammer Niedersachsen wird bis 2018 rund sieben Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau des historischen Gebäudeensembles stecken. „Das ist die größte Investition, die wir seit Langem tätigen“, sagte der Präsident der Klosterkammer, Hans-Christian Biallas.

Ziel ist es, ein neues Programm der Altenpflege in dem geistlichen Gebäude anzubieten. Im Kloster Marienwerder werden seit 1963 Konventualinnen und Altäbtissinnen aus einem der 17 Klöster, die zur Klosterkammer gehören, gepflegt. „In Zukunft werden wir betreutes Wohnen und individuelle Tagespflege im Haus anbieten“, sagt die Äbtissin Rosemarie Meding. „Das kann dann jede Frau nutzen.“ Für Männer hingegen gilt das Angebot nicht. „Das ist der Tradition geschuldet, dass hier seit Anfang des 13. Jahrhunderts Frauen gelebt haben“, sagte Meding.

Auch wenn die umfassenden Umbauarbeiten bis 2018 dauern sollen, werden die beiden neuen Konzepte der Alterspflege schon ab 1. Juli angeboten. Zu diesem Datum wechselt auch der Pflegeanbieter. Bislang arbeitete die Klosterkammer mit dem Stephansstift zusammen, ab Juli kommen die Diakoniestationen Hannover ins Boot. „Beim betreuten Wohnen achten wir darauf, dass die älteren Menschen ihr Leben selbstbestimmt leben können“, sagt die Geschäftsführerin der Diakoniestationen, Monika Grefe. „Das Zimmer im Kloster ist wie eine ganz normale Wohnung, in der Menschen leben, die Hilfe benötigen.“

Um die Voraussetzungen für das neue Angebot zu schaffen, baut die Klosterkammer einen Großteil des Gebäudes um. „Zunächst einmal werden wir die technischen Voraussetzungen schaffen,“ sagt der Baudezernent der Klosterkammer, Tim Wameling. „Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir das historische Gebäude mit einer modernen Nutzung vermischen.“ Dazu müssten Arbeiten etwa in Bereichen wie Brandschutz und Elektroversorgung erledigt werden.

Zudem werden unter anderem die Wohnungen in drei Bauabschnitten umgebaut, ein Andachtsraum geschaffen und das Gärtnerhaus saniert. Bereits in diesem Jahr wird das ehemalige Bibelzentrum so eingerichtet, dass die Interimstagespflege dort ab Juli einziehen kann. Im Kloster werden neben einer Tagespflegestation bis zum Jahr 2018 insgesamt 18 Zwei-Zimmerwohnungen mit Küche für die Bewohnerinnen eingerichtet. Außerdem baut die Klosterkammer in das bereits vorhandene Gemeindehaus der Kirchengemeinde Marienwerder eine Sozialstation ein. Von dort aus können die Mitarbeiter der Diakoniestationen Hannover betreuungsbedürftigen Menschen, die im Stadtteil oder im Kloster Marienwerder leben, maßgeschneiderte Alten- und Pflegehilfe zukommen zu lassen.

Die Bewohnerinnen des Klosters müssen während der Bauarbeiten nicht ihr Zuhause verlassen. Wenn ihre Wohnungen und Zimmer umgebaut werden, ziehen sie innerhalb des Gebäudes um. „Wir wollten es unseren Bewohnerinnen nicht zumuten, in der Zeit in eine andere Einrichtung ziehen zu müssen“, sagte Klosterkammerpräsident Biallas. „Das wäre zwar bautechnisch einfacher. Aber hier geht es um die Menschen.“

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