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Nord Betrunkener Lkw-Fahrer demoliert Autos
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Betrunkener Lkw-Fahrer demoliert Autos
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18:40 20.06.2014
Von Jörn Kießler
Ein betrunkener Lkw-Fahrer hat Autos und Verkehrsschilder demoliert. Quelle: Uwe Dillenberg
Nordstadt

Der 42 Jahre alte Mann war in der Nacht zu Freitag mit der Zugmaschine seines Sattelschleppers mehrmals um einen Häuserblock gefahren und hatte dabei immer wieder am Straßenrand geparkte Autos gerammt. Erst als die Polizei ihn stoppte, beendete er seine Unfalltour. Bis dahin hatte er aber schon einen Schaden in Höhe von etwa 60.000 Euro verursacht.

Ein offensichtlich betrunkener Lkw-Fahrer beschädigte in einem Viertel am Engelbosteler Damm in der Nacht zu Freitag zahlreiche Autos, Fahrräder und Verkehrszeichen. 

Gegen 23.30 Uhr war der Pole auf der Hahnenstraße in Richtung Osten unterwegs. An der Lutherkirche bog er dann nach rechts ab in die Straße Am Moore um am Ende erneut nach rechts in die Asternstraße zu fahren. „Die Beamten hielten ihn letztlich wieder in der Hahnenstraße an“, sagte Polizeisprecher André Puiu. „Wie häufig er bis dahin um den Block gefahren ist, wissen wir nicht.“ Bis dahin war der 42-Jährige aber mehrmals von der Straße abgekommen, hatte Kotflügel eingedrückt und Autoscheiben zum Bersten gebracht. Zudem riss er mehrere Betonpoller aus ihren Verankerungen und knickte Verkehrsschilder ab.

„Ich war gerade im Schlafzimmer, als ich den Krach hörte“, erinnert sich Doris Laaß. Sie wohnt mit ihrem Mann in der Asternstraße. „Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich nur noch, wie der Lkw in die Hahnenstraße abbog.“ Kurz darauf klingelte die Polizei an der Tür des Ehepaars. Der Lastwagenfahrer hatte auch den Mercedes von Jürgen Laaß „weggemangelt“, wie er selbst sagt. „Ich muss jetzt in die Werkstatt, weil meine Versicherung einen Kostenvoranschlag braucht“, sagt Laaß.

Unterdessen ist noch immer unklar, warum der Lkw-Fahrer in der Nordstadt unterwegs war. „Es kann sein, dass er aufgrund seines hohen Alkoholpegels einfach so in das Wohngebiet gefahren ist“, sagte Puiu. Schon vor Ort maßen die Beamten bei einer Atemalkoholprobe einen Wert von mehr als 2,0 Promille. Der Mann muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Trunkenheit im Verkehr verantworten. Zudem erwarten ihn Konsequenzen an seiner Arbeitsstelle. Nachdem die Polizei den Mann in der Nacht zu Freitag mit auf die wache nahm, informierten die Beamten seinen Arbeitgeber. Der schickte einen anderen Fahrer, der die Zugmaschine wieder aus der Nordstadt manövrierte – unfallfrei.

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