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Nord Beuermanns Kunstwerk wird wieder gezeigt
Hannover Aus den Stadtteilen Nord Beuermanns Kunstwerk wird wieder gezeigt
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09:20 19.01.2012
Von Kristian Teetz
Innen neu und außen neu: Die Sporthalle der Lutherschule an der Asternstraße ist fast fertig. Zwischen Fassade und Straße wird ein reproduziertes Kunstwerk von Wilhelm Beuermann stehen. Quelle: Teetz
Nordstadt

Das ehemalige Kunstwerk von Wilhelm Beuermann, das bis zum Sommer vergangenen Jahres an der Sporthalle der Lutherschule zu sehen war, soll in verkleinerter Form wieder gezeigt werden. „Es soll in der Größe von vier Fassadenteilen im Bereich des ,Vorgartens‘ der Sporthalle in der Asternstraße als eigenes Objekt stehen“, sagte Stadtsprecher Klaus Helmer. Ursprünglich hieß es, das Gemälde soll als Reproduktion wieder an der Außenwand befestigt werden.

„An der Fassade sind Wärmedämmplatten angebracht. Da können die Teile mit dem Kunstwerk nicht so einfach fixiert werden“, sagte Helmer. Deshalb habe man sich für den Standort zwischen Halle und Asternstraße entschieden. Wie dieser Bereich aussehen wird, ob dort etwa Rasen und Blumen gepflanzt werden, ist laut Helmer noch unklar. „Erst einmal soll das Gebäude fertig werden, dann reden wir mit allen Beteiligten über die Details.“ Dazu gehört auch die Antwort auf die Frage, ob eine Informationstafel oder eine andere Form der Dokumentation das Kunstwerk erläutert. Auch über die Größe muss noch entschieden werden. „Wir rechnen mit maximal fünf mal 1,70 Meter“, sagte Helmer.

Die Witwe des Künstlers, Rosemarie Beuermann-Würth, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sie hatte aber bereits im Mai im Gespräch mit dem Stadt-Anzeiger den Vorschlag der Stadt akzeptiert, das Bild nicht mehr im Original, sondern als verkleinerte Kopie auszustellen. Das Gemälde, das bereits arg verblasst war, zu bewahren, lehnte sie ab. „In diesem Zustand ist es ja nur noch eine Art Torso – es ist zu sehr beschädigt. Es so zu erhalten, fände ich nicht in Ordnung“, hatte Beuermann-Würth, die selbst als Künstlerin arbeitet, gesagt. Sie soll nach Aussage von Klaus Helmer in die kommenden Gespräche über die Reproduktion des Kunstwerks mit einbezogen werden.

Wilhelm Beuermann war Maler, Grafiker und Dichter. Zu seinen Förderern gehörte Johnny Friedlaender, der als einer der Erfinder und Wegbereiter der farbigen Druckgrafik angesehen wird. Beuermanns Kunst wurde unter anderem in London, Rom, Frankreich und der Schweiz ausgestellt. Er starb 2006 in Hannover. Von seinen Werken an öffentlichen Gebäuden ist noch eines am Postgebäude in der Nähe des Leine-Centers in Laatzen-Mitte erhalten.

Die Bauarbeiten in und an der neuen Sporthalle stehen unterdessen kurz vor dem Ende. „Sie wird voraussichtlich im März fertiggestellt sein“, sagte Helmer. Die Sporthalle wurde entkernt. „Nur noch das Betonskelett mit Füllelementen und die Betonsohle mit Fundamenten sind erhalten geblieben“, erläuterte Helmer. Das Gebäude sei innen und außen nahezu komplett neu aufgebaut worden. „Der eingeschossige schulhofseitige Anbau mit Flur, Umkleideräumen, Duschen und Geräteräumen wurde inklusive des Kellergeschosses vollständig abgebrochen“, sagte der Stadtsprecher. An gleicher Stelle entstehe ein dreigeschossiger Neubau ohne Keller, der im Erdgeschoss die neuen Umkleide-, Dusch-, WC- und Geräteräume beinhaltet. „Im ersten und zweiten Obergeschoss werden Chemie- und Physikräume sowie die Toiletten untergebracht. Der gesamte Bau wird barrierefrei gestaltet.“ Die Sporthalle war in den siebziger Jahren als teilunterkellerte Dreifeldhalle ohne natürliche Belüftung und ohne natürliches Licht konzipiert worden. Ein neues Oberlichtband zur Asternstraße hin beseitigt nun diesen Missstand. Durch die Eingliederung der naturwissenschaftlichen Fachunterrichtsräume wird die Halle mitsamt dem dreigeschossigen Anbau stärker in den Schulbetrieb integriert.

Eigentlich sollten die Arbeiten bereits zum Jahresende abgeschlossen sein. Doch Teile des Bodens mussten ausgetauscht werden, da schadstoffhaltige Auffüllungen aus Trümmerschutt sowie nicht tragfähige Böden gefunden wurden. Zum Teil seien noch Kellermauerwände, Bodenplatten und Fundamente der Bauten vorhanden, die vor dem Zweiten Weltkrieg an der Stelle der heutigen Sporthalle standen. „Große Teile des Bodens im Baubereich mussten daher ausgetauscht, Altbestände abgebrochen werden. Hier handelt es sich um Tiefen von 1,80 bis drei Meter“, erklärte Helmer. Dadurch sind nach Aussage des Stadtsprechers Zusatzkosten in Höhe von 200 000 bis 300 000 Euro entstanden. Die für den gesamten ersten Bauabschnitt geplanten 4,9 Millionen Euro waren aber bereits im Vorfeld für „sogenannte Reservezwecke wie Teuerung durch Konjunktur und Unvorhergesehenes“ um 15 Prozent aufgestockt worden. „Diese Reserve wird nicht voll benötigt“, so Helmer.

Die Komplettsanierung der Sporthalle und der neue Anbau sind Teil einer großangelegten Modernisierung der Lutherschule. Nach dem nun bevorstehenden Abschluss des ersten Bauabschnitts wird die neue Mensa der Lutherschule gebaut. Sie wird auf dem Schulgelände zwischen Sporthalle und Hauptgebäude stehen. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Der Pavillon, der an der Stelle der künftigen Mensa steht, wird im Mai abgerissen. Der Neubau soll dann im Januar 2013 fertig sein. Im dritten Bauabschnitt wird das Hauptgebäude in den Jahren 2013 und 2014 saniert. Insgesamt kostet die Sanierung und Modernisierung des traditionsreichen Gymnasiums in der Nordstadt rund 12,1 Millionen Euro. Außerdem wurde im vergangenen Jahr eine neue Fluchttreppe aus der Aula in den Innenhof gebaut.

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